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Stunt-Requisite
Art Department · Begriffe

Stunt-Requisite

Stunt Prop
rubber propstunt padstunt · 3 Verwandte Begriffe
Murnau AI illustration
rubber prop stunt pad stunt

Sicherheitsversion einer Requisite für Action-Szenen — aus weichem Material oder mit stumpfen Kanten, um Verletzungen zu vermeiden.

Technische Details

Breakaway-Möbel verwenden Sollbruchstellen mit definierten Bruchkräften von 15-30 Newton. Zuckerglas (Isomalt-basiert) schmilzt bei 145°C und zerbricht in stumpfe Fragmente mit Kantenwinkeln unter 30°. Stunt-Flaschen aus Wachs haben eine Bruchfestigkeit von maximal 2 Joule Aufprallenergie. Soft-Props aus Polyurethanschaum erreichen Shore-Härten zwischen 20A-40A. Collapsible-Strukturen nutzen Magnetverbindungen oder Federmechanismen mit Auslösekräften von 50-200 Newton.

Geschichte & Entwicklung

1903 verwendete Edwin S. Porter in "The Great Train Robbery" erstmals präparierte Holzkisten. Bud Westmore entwickelte 1927 das erste Zuckerglas für Universal Studios. In den 1960er Jahren führte Hal Needham pneumatische Breakaway-Systeme ein. Digital Domain revolutionierte 1995 mit "Waterworld" hybrid-praktische Props, die reale Zerstörung mit CGI-Erweiterungen kombinierten. Moderne 3D-Druck-Verfahren ermöglichen seit 2010 maßgeschneiderte Sollbruchstellen mit millimetergenauer Fragmentierung.

Praxiseinsatz im Film

"Raiders of the Lost Ark" (1981) nutzte 47 verschiedene Breakaway-Versionen des Goldidols. Für "The Matrix" (1999) fertigte das Props-Department 200 identische Zuckerglas-Fenster mit einheitlicher Bruchcharakteristik. In "John Wick" (2014) verwendete die Stunt-Crew Balsaholz-Möbel mit integrierten Luftkissen für sichere Durchbrüche. Each-Props werden in Sets von 6-12 identischen Exemplaren hergestellt, da Retakes mehrere Durchläufe erfordern. Stunt-Coordinator testen jede Requisite vorab mit Crash-Test-Dummies bei definierten Aufprallgeschwindigkeiten.

Vergleich & Alternativen

Stunt-Requisiten unterscheiden sich von Hero-Props durch ihre Einmalverwendung und reduzierte Detailgenauigkeit. CGI-Destruction ersetzt seit 2000 zunehmend praktische Breakaways bei Großzerstörungen, kostet jedoch 15.000-50.000$ pro Szene versus 200-2.000$ für praktische Props. Pneumatische Rigs ermöglichen wiederverwendbare Zerstörungseffekte, benötigen aber Druckluftanschlüsse und 2-3 Techniker. Hybrid-Ansätze kombinieren reale Breakaway-Props im Vordergrund mit digitaler Zerstörung im Hintergrund für maximale Glaubwürdigkeit bei kontrollierten Kosten.

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