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Sigma Cine
Kamera · Equipment

Sigma Cine

Murnau AI illustration
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Sigma Cine-Objektive sind speziell für Film entwickelte Vollformat-Optiken mit einheitlichem Gehäuse und Zahnkränzen.

Technische Details

Die Sigma Cine-Serie umfasst acht Festbrennweiten: 20mm, 24mm, 28mm, 35mm, 50mm, 85mm, 105mm und 135mm, alle mit T1.5-Lichtstärke. Das Gehäuse aus eloxiertem Aluminium wiegt zwischen 1.430g (20mm) und 1.950g (135mm). Die Objektive verfügen über 0,8er-Zahnkränze (Gear Rings) für Follow Focus-Systeme an Fokus- und Irisring. Der Naheinstellbereich reicht von 24cm (135mm) bis 28cm (20mm). Die LDS-Technologie (Luminous Data System) überträgt Metadaten wie Brennweite, Blende und Fokusdistanz digital an kompatible Kameras.

Geschichte & Entwicklung

Sigma präsentierte die Cine-Serie 2016 als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach bezahlbaren Cinema-Objektiven jenseits der etablierten Zeiss- und Cooke-Systeme. Die Entwicklung basierte auf der 2012 eingeführten Art-Linie, deren optisches Design für Kinoanwendungen adaptiert wurde. 2018 folgte die Erweiterung um die längeren Brennweiten 105mm und 135mm. Anders als andere Hersteller setzte Sigma von Beginn an auf die Vollformat-Abdeckung statt auf Super35-Sensoren.

Praxiseinsatz im Film

Die Sigma Cine-Objektive etablierten sich in Budget-bewussten Produktionen und Independent-Filmen. Kameraleute schätzen die einheitliche Farbwiedergabe und das charakteristische Bokeh der 11-Lamellen-Blende. Der 0,8er-Zahnkranz ermöglicht präzise Fokusziehung mit Standard-Follow-Focus-Systemen. Die Serie eignet sich für Produktionen mit RED-, ARRI Alexa- und Sony FX-Kameras. Typische Workflows umfassen Handheld-Drehs und Gimbal-Einsätze, wo das moderate Gewicht vorteilhaft ist.

Vergleich & Alternativen

Sigma Cine konkurriert mit Canon CN-E, Sony FE PZ und Rokinon Xeen-Objektiven im mittleren Preissegment. Gegenüber Zeiss CP.3 oder Cooke S7/i bieten sie deutlich geringere Anschaffungskosten bei vergleichbarer Bildqualität. Die mechanische Verarbeitung erreicht nicht das Niveau von ARRI/Zeiss Master Primes, übertrifft jedoch adaptierte Fotoobjektive erheblich. Für High-End-Produktionen greifen Cinematographer weiterhin zu etablierten Cinema-Marken, während Sigma Cine den Zugang zu professionellen Cine-Objektiven demokratisiert.

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