Deutsche LED-Scheinwerfer-Marke — bekannt für hochwertige Vollfarb-LEDs und präzise Farbwiedergabe.
Technische Details
Die Prolycht Orion-Serie erreicht Beleuchtungsstärken bis zu 45.000 Lux bei einem Meter Entfernung und arbeitet mit 300W bis 675W Leistungsaufnahme. Das Farbspektrum umfasst über 16,7 Millionen Farbtöne mit einer Farbsättigung von 100% im Rec.2020-Farbraum. Die Geräte verwenden proprietäre COB-LED-Arrays (Chip-on-Board) mit aktiver Luftkühlung durch temperaturgeregelte Lüfter. Steuerung erfolgt über DMX512, Art-Net oder die hauseigene Stellar-App via CRMX-Funktechnik. Typische Modelle sind der Orion 300 FS (Vollspektrum), Orion 675 RGB und der kompakte Jade 200.
Geschichte & Entwicklung
Prolycht wurde 2018 in Taiwan gegründet und präsentierte 2019 auf der NAB die ersten Orion-Modelle. Die Marke etablierte sich schnell durch die Kooperation mit Netflix-zertifizierten Produktionen und gewann 2021 den Technical Innovation Award der Cinegear Expo. 2022 folgte die Stellar-Software-Suite für erweiterte Farbkontrolle und Preset-Management. Die jüngste Generation integriert seit 2023 KI-basierte Farbabstimmung für Multi-Light-Setups.
Praxiseinsatz im Film
Prolycht-Leuchten kommen bevorzugt bei High-End-Produktionen zum Einsatz, die präzise Farbwiedergabe erfordern. Die Netflix-Serie "The Crown" (Staffel 5) nutzte Orion 675 RGB für Innenaufnahmen in historischen Gebäuden, um warme Kerzenlicht-Atmosphäre authentisch zu simulieren. Bei Nachtaufnahmen ermöglichen die RGB-Varianten schnelle Farbwechsel ohne Folienfilter (CTB/CTO). Der flimmerfreie Betrieb ab 500Hz macht sie ideal für Zeitlupen-Sequenzen. Nachteile sind das hohe Gewicht (Orion 675: 12,8kg) und die Lüftergeräusche bei maximaler Leistung.
Vergleich & Alternativen
Prolycht konkurriert direkt mit ARRI SkyPanel und Aputure Nova-Serien, bietet jedoch höhere Farbsättigung im RGB-Modus. Gegenüber traditionellen HMI-Scheinwerfern entfallen Vorschaltgeräte und Lampenwechsel, die Anschaffungskosten liegen jedoch 40-60% höher. Für Budget-Produktionen sind Aputure LS-Serien kostengünstiger, erreichen aber nicht die Prolycht-Farbgenauigkeit. Als Alternative zu Tungsten-Licht bieten sie sofortige Betriebsbereitschaft ohne Aufwärmphase und 90% geringeren Stromverbrauch.