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Pressekodex
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Pressekodex

Press Code
Murnau AI illustration
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Vertraulichkeitsvereinbarung für Journalisten bei Dreharbeiten oder Vorführungen — schützt Story-Geheimnisse und Castgeflüster vor Spoilern. Unterschrift obligatorisch.

Sobald du Journalisten auf dem Set zulässt oder sie zu einer Vorführung einlädst, brauchst du ein Dokument, das genau regelt, was sie sehen dürfen und was nicht — der Pressekodex. Das ist kein Marketing-Gimmick, sondern eine rechtsverbindliche Geheimhaltungsvereinbarung, die beide Seiten schriftlich akzeptieren, bevor die erste Kamera läuft oder die erste Szene gezeigt wird.

In der Praxis funktioniert das so: Der Kodex listet auf, welche Szenen oder Story-Punkte unter Embargo stehen — also bis zu welchem Datum nicht berichtet werden darf. Eine Szene mit dem Twist-Ending? Gesperrt bis zum Start-Wochenende. Der Todesfall eines Hauptcharakters? Explizit genannt und verboten. Auch die Namen von noch-unbekannten Cast-Mitgliedern landen dort — du willst nicht, dass die Hollywood-Reporter drei Wochen vor Premiere schreiben, dass dieser A-Lister im dritten Akt auftaucht. Der Kodex schützt auch den DP oder Produktionsdesigner davor, dass ihre Arbeitsweise in Tech-Blogs zerpflückt wird, bevor der Film fertig ist.

Die Unterzeichnung ist nicht optional — kein Kodex, kein Zugang. Ich habe Journalisten schon abgewiesen, die das Dokument nicht akzeptieren wollten. Das klingt hart, ist aber Standard. Studios und unabhängige Produzenten haben hier das gleiche Recht: Sie kontrollieren den Informationsfluss zu ihrer eigenen Production. Der Kodex enthält auch Regeln zur Fotografie — darf die Presse eigene Fotos machen oder nur das offizielles Pressematerial nutzen? Und er definiert stets, wer Ansprechpartner für Rückfragen ist (meistens die Pressestelle, nicht der Regisseur direkt).

Technisch wird der Kodex von der Produktionsfirma oder dem Verleih formuliert — nicht vom Set-Team. Aber als Leitender Kameramann merkst du schnell, wenn Journalisten die Grenzen testen. Ich habe erlebt, dass Pressevertreter versuchen, bei Drehpausen mit Schauspielern zu quatschen, um neugierig zu sein. Ein guter Kodex macht klar: Alle Statements müssen über die PR abgewickelt werden. Das schützt auch die Crew davor, dass sie unbedacht Infos rausrücken.

Der Pressekodex ist ein stilles Ritual geworden — von großen Studios bis zur mittleren Independent-Production. Er funktioniert nur, wenn alle ihn ernst nehmen und die Produzenten bei Verstößen konsequent sind. Ich habe noch keine Klage wegen Kodex-Bruch gesehen, aber die Androhung reicht meist aus, um Journalisten in die Schranken zu weisen.

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