Gezieltes Umarbeiten von Linsen, um Kontrast, Schleierlicht oder Schärfe zu beeinflussen – damit die Optik den gewünschten filmischen Look abliefert.
Lens Tuning geht über Rehousing hinaus: hier wird nicht nur das Gehäuse, sondern die Optik selbst verändert. Spezialisierte Optiker modifizieren Vergütungen, tauschen Linsenelemente aus, verändern Iris-Blätter oder passen die Abbildungsleistung gezielt an. Das Ziel: ein Look, der ab Werk so nicht existiert.
Methoden
Die gängigsten Tuning-Methoden: Kontrastreduktion durch Modifikation der Vergütung. Erhöhter Veiling Glare für weichere Highlights. Entfernen oder Austauschen von Rear-Elementen für geänderten Schärfeverlauf. Austausch der Iris für anderes Bokeh-Verhalten. Bei den TRIBE7 Blackwing7-Linsen geschieht das Tuning sogar am Set: austauschbare Tuning-Elemente erlauben es, den Charakter zwischen Takes zu verändern.
PANAVISION Custom Tuning
Panavision ist Vorreiter im Custom Tuning. Ihre Panaspeed-Serie kann ab Werk mit reduziertem Kontrast und erhöhtem Veiling Glare bestellt werden — der DP spezifiziert den gewünschten Look, und Panavisions Optiker passen die Linsen an. DP Julian Panetta ließ seine Panaspeeds für „Wild Dog" so tunen, dass das Bild eine weiche, erinnerungsartige Textur bekam, ohne an Schärfe im Fokuspunkt zu verlieren.
Abgrenzung
Tuning ist nicht Rehousing. Rehousing verändert das Gehäuse, Tuning verändert die Optik. Und Tuning ist nicht Cinemod — ein Cinemod fügt Zahnkränze hinzu, ändert aber nichts an der optischen Leistung. Die drei Stufen: Cinemod (mechanisch) → Rehousing (Gehäuse) → Tuning (Optik).