Wir montieren einfach einen Zahnkranzadapter und verlängern den Fokusweg — das Gehäuse bleibt original. So wird eine Fotografie-Optik schnell fit für Filmproduktion.
Ein Cinemod ist die leichteste Form des Lens-Rehousing. Statt das komplette Gehäuse eines Foto-Objektivs zu ersetzen, wird nur das Nötigste angepasst: ein Zahnkranz wird aufgeschraubt oder geklebt, der Fokus-Weg mechanisch verlängert, und manchmal der Blenden-Click entfernt. Das Original-Gehäuse bleibt erhalten.
Cinemod vs. Rehousing
Beim vollständigen Rehousing wird die Optik in ein komplett neues Gehäuse transplantiert — einheitlicher Frontdurchmesser, standardisierte Länge, professionelle Zahnkränze. Beim Cinemod bleibt das Foto-Gehäuse: die Objektive haben unterschiedliche Durchmesser, unterschiedliches Gewicht, unterschiedliche Länge. Dafür kostet ein Cinemod typisch 200-500€ statt 1.500-3.000€ für ein Full Rehousing.
Duclos Lenses
Der bekannteste Anbieter ist Duclos Lenses in Los Angeles. Ihr Cinemod-Service für Leica R, Canon FD und Nikon AI-S Objektive ist quasi Industriestandard geworden. Ein Duclos-Cinemod einer Leica R 35mm f/1.4 liefert den ikonischen Leica-Look mit Cine-tauglichem Fokus-Weg — zu einem Bruchteil der Kosten einer Leica Summilux-C.
Wann Cinemod, wann Rehousing?
- Cinemod: wenn Budget begrenzt ist, nur 1-2 Brennweiten gebraucht werden, oder die Objektive auch noch als Foto-Glas nutzbar bleiben sollen.
- Full Rehousing: wenn ein komplettes matched Set gebraucht wird, Frontdurchmesser identisch sein müssen, oder das Objektiv dauerhaft im Cine-Einsatz bleibt.