Hive Killer Plasma: Hochleistungs-LED-Panel von Hive Lighting mit 1000W-Äquivalent für großflächige, gleichmäßige Ausleuchtung.
Technische Details
Das System besteht aus dem Leuchtenkopf mit 200mm Reflektor und dem separaten Ballast, verbunden über ein 7,5m DMX-Kabel. Der Plasmabrenner erreicht seine volle Lichtleistung nach 30 Sekunden Aufwärmzeit und kann stufenlos von 50-100% gedimmt werden, ohne Farbverschiebung. Das Ballast wiegt 18kg, der Leuchtenkopf 8,5kg. Die Betriebsspannung liegt bei 90-264V AC, der Stromverbrauch bei maximal 2.100 Watt inklusive Ballast. Kühlgebläse im Ballast sorgen für konstante Betriebstemperatur, die Lebensdauer des Plasmabrenners beträgt etwa 10.000 Betriebsstunden.
Geschichte & Entwicklung
Hive Lighting führte den Killer Plasma 2018 als Antwort auf den wachsenden Bedarf nach tageslichtstarken LED-Alternativen ein. Das Unzenternehmen, gegründet 2014 von ehemaligen Mitarbeitern etablierter Beleuchtungshersteller, wollte die Vorteile der Plasmatechnologie für die Filmbeleuchtung nutzbar machen. 2020 folgte eine überarbeitete Version mit verbesserter Dimmkurve und reduziertem Eigengeräusch von 32 auf 28 dB(A) bei einem Meter Abstand.
Praxiseinsatz im Film
Der Killer Plasma eignet sich primär für Außenaufnahmen als Sonnenlicht-Simulation oder zum Aufhellen bei Gegenlicht. Kameraleute setzen ihn durch große Fenster ein, um Tageslicht zu imitieren, oder bounced über 12x12-Foot-Diffusoren für weiche Ausleuchtung größerer Szenen. Bei Nachtaufnahmen dient er als Mondlicht-Simulation mit entsprechenden CTB-Folien. Der hohe Lichtoutput ermöglicht Aufnahmen mit kleinen Blenden (f/5.6-f/8) auch bei höheren Frameraten. Nachteile sind das Gewicht des Systems und die 30-sekündige Startzeit, die spontane Beleuchtungsänderungen erschwert.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber traditionellen 2,5K/4K HMI-Scheinwerfern bietet der Killer Plasma höhere Lichtausbeute bei geringerem Stromverbrauch und konstanterer Farbtemperatur. LED-Panels wie das SkyPanel S360-C erreichen ähnliche Lichtstärke, sind jedoch in der Anschaffung teurer. Moderne Alternativen sind das Aputure Nova P300c oder das ARRI Orbiter, die mehr Flexibilität bei Farbtemperatur und Effekten bieten. Der Plasma bleibt erste Wahl, wenn maximale Tageslicht-Performance bei begrenztem Budget gefordert ist.