Hive Wasp: Ultraleichte 25W-LED von Hive Lighting mit Akku-Betrieb und Smartphone-Steuerung für mobile Beleuchtung.
Technische Details
Die Hive Wasp basiert auf einem proprietären LED-Array mit 144 einzelnen Dioden und erreicht eine Farbtemperaturgenauigkeit von ±100K. Das Kühlsystem arbeitet mit passiver Konvektion ohne Lüfter, wodurch ein Geräuschpegel von 0 dB gewährleistet wird. Die Stromversorgung erfolgt über 14,4V V-Mount-Akkus oder AC-Adapter mit 24V/5A. Der Abstrahlwinkel beträgt ohne Vorsätze 60°, mit den verfügbaren Fresnel- oder Spotaufsätzen lässt sich dieser auf 15° bis 80° variieren. Die DMX-512-Steuerung ermöglicht 16-Bit-Dimmung von 0,1% bis 100%.
Geschichte & Entwicklung
Hive Lighting führte die Wasp 2018 als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach batteriebetriebenen, tageslichtbalancierten LED-Einheiten ein. Die Entwicklung dauerte zwei Jahre und konzentrierte sich auf maximale Lichtausbeute bei minimaler Baugröße. 2020 folgte die Wasp-C mit zusätzlicher Tungsten-Option (3200K), 2022 kam die RGB-Variante Wasp-Plasma auf den Markt. Die aktuelle Generation (Wasp MkII seit 2023) bietet verbesserte Farbwiedergabe mit TLCI-Werten über 98.
Praxiseinsatz im Film
Die Hive Wasp etablierte sich schnell als Standard-Akzentlicht für Dokumentarfilme und Low-Budget-Produktionen. Bei "The Batman" (2022) setzte Kameramann Greig Fraser über 40 Wasp-Einheiten für Hintergrundbeleuchtung und praktische Lichtquellen ein. Die kompakte Bauform erlaubt Montage in Fahrzeugen, an Rigging-Points oder als versteckte Lichtquelle in Sets. Typischer Workflow: Batteriebetrieb für 90 Minuten bei Vollleistung, drahtlose DMX-Steuerung über Lumenradio-Protokoll. Nachteil: Begrenzte Leistung für große Flächen, Vorteil: Null Geräuschentwicklung bei Tonaufnahmen.
Vergleich & Alternativen
Die Wasp konkurriert direkt mit der Aputure MC (12W, deutlich schwächer) und der Quasar Q-Lion (ähnliche Leistung, größere Bauform). Gegenüber klassischen HMI-Strahlern wie dem Arri 575 bietet sie geringeren Stromverbrauch (100W vs. 750W) bei vergleichbarer Lichtausbeute in der Spotstellung. Moderne Alternativen sind die Aputure Nova P300c für RGB-Anwendungen oder die Creamsource Vortex8 für flächige Ausleuchtung. Die Wasp bleibt erste Wahl für mobile Produktionen, wo Gewicht und Akkulaufzeit entscheidend sind.