Winkel, in dem ein Scheinwerfer noch 10% seiner maximalen Lichtintensität erreicht — definiert die äußere Grenze des nutzbaren Lichtkegels.
Definition
Der Field Angle bezeichnet den Lichtkegelwinkel eines Scheinwerfers, innerhalb dessen die Lichtintensität auf mindestens 10% des Maximalwerts abfällt. Gemessen wird vom Zentrum des Lichtkegels bis zur äußeren Begrenzung.
Anwendung in der Praxis
Der Field Angle bestimmt die Lichtverteilung am Set:
- Flächenausleuchtung: Größere Winkel (40-60°) für weiche, gleichmäßige Ausleuchtung
- Spotlighting: Kleinere Winkel (5-25°) für gerichtetes, hartes Licht
- Abstandsberechnung: Bestimmt erforderliche Scheinwerferposition für gewünschte Ausleuchtungsfläche
- Lichtmischung: Überlappung mehrerer Field Angles für gleichmäßige Beleuchtung
Technische Details
Wichtige technische Merkmale:
- Messung in Grad (°) bei 10% Lichtabfall gegenüber Beam Angle (50% Abfall)
- Abhängig von Linse, Reflektor und Lampenbauart des Scheinwerfers
- Verstellbar bei Zoom-Scheinwerfern (z.B. 12-40° bei Arri M18)
- Beeinflusst Lichtabfall und Schattenweichheit
Praktische Hinweise
- Field Angle bei Scheinwerfer-Setup vorab berechnen für korrekte Positionierung
- Spotmeter verwenden zur Kontrolle der tatsächlichen Lichtverteilung
- Bei Zoom-Scheinwerfern: engster Winkel für maximale Lichtausbeute
- Barn Doors oder Flags zur weiteren Lichtformung einsetzen
Professionelle Standards
Standardisierte Angaben ermöglichen:
- Präzise Lichtplanung in der Vorproduktion
- Reproduzierbare Setups bei Continuity-Aufnahmen
- Effiziente Kommunikation zwischen Kamera- und Lichtabteilung
- Berechnung von Lichtleistung und Stromverbrauch
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