Mathematische Notation zur Angabe der relativen Lichtstaerke eines Objektivs. Berechnet aus Brennweite geteilt durch Blendendurchmesser.
F-Stop / Blendenzahl
Der F-Stop ist eine standardisierte mathematische Notation, die die relative Lichtstärke (Lichtstärkenverhältnis) eines Objektivs angibt. Trotz des Namens ist der F-Stop nicht die tatsächliche Blendenöffnung, sondern ein Verhältniswert zwischen der Brennweite des Objektivs und dem Durchmesser der Blendenöffnung.
Mathematische Grundlagen
Die F-Zahl berechnet sich nach der Formel:
F-Zahl = Brennweite / Durchmesser der Blendenöffnung
Beispiel 1: 50mm Brennweite / 25mm Durchmesser = f/2.0
Beispiel 2: 85mm Brennweite / 42,5mm Durchmesser = f/2.0
Beispiel 3: 35mm Brennweite / 17,5mm Durchmesser = f/2.0Das bedeutet, dass ein 50mm f/2.0 und ein 85mm f/2.0 theoretisch die gleiche Menge Licht durchlassen, obwohl der physikalische Durchmesser unterschiedlich ist.
Die F-Stop-Sequenz
Die Standard-Blendenreihe folgt einer mathematischen Progression:
| Blende | Licht (relativ) | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| f/1.4 | 16x | Extreme Low-Light, Bokeh |
| f/2.0 | 8x | Available Light, Portrait |
| f/2.8 | 4x | Standard Filmproduktion |
| f/4.0 | 2x | Tageslicht, Dokumentar |
| f/5.6 | 1x | Referenzwert |
| f/8.0 | 0.5x | Maximale Schaerfe |
| f/11 | 0.25x | Landschaft, Deep Focus |
| f/16 | 0.125x | Extreme Tiefenschaerfe |
F-Stop vs. T-Stop
Der wichtigste Unterschied fuer Filmschaffende:
- F-Stop: Theoretischer Wert basierend auf Geometrie
- T-Stop: Gemessene Lichttransmission inklusive Glasverluste
Ein Objektiv mit f/2.0 kann tatsaechlich T/2.3 sein, wenn 15% des Lichts durch Glaselemente absorbiert werden.