Zeiss premium anamorphic cinema lens series.
Brennweiten
| 25 | 32 | 40 | 50 | 65 | 100 | 135 | 180 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T2.1 | T2.1 | T2.1 | T2.1 | T2.1 | T2.1 | T2.1 | T2.1 |
| 0,80m | 0,80m | 0,80m | 0,80m | 0,90m | 1,20m | 1,50m | 1,80m |
| 3,8kg | 3,9kg | 4,0kg | 4,2kg | 4,4kg | 4,8kg | 5,0kg | 5,2kg |
| 114 | 114 | 114 | 114 | 114 | 114 | 114 | 114 |
| 96° | 76° | 62° | 50° | 39° | 26° | 19° | 14° |
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PL · 2x Squeeze · S35 · T* · Native Anamorphic
Technische Details
Acht Brennweiten (25-180mm) mit konstantem T2.1 – natives anamorphotisches Design, keine adaptierten sphärischen Optiken. 114mm-Frontdurchmesser, PL-Mount. Bildkreis 29,6mm für S35. Charakteristische ovale Bokeh-Kreise und horizontale Flares. T*-Antireflexbeschichtung. Entwicklungskosten über 50 Mio. Euro. Individuelle Qualitätskontrolle in Oberkochen.
Geschichte & Entwicklung
ZEISS kündigte die Master Anamorphic Serie 2011 an, erste Lieferungen erfolgten 2012. Die Entwicklung dauerte vier Jahre und kostete über 50 Millionen Euro. Im Gegensatz zu adaptierten sphärischen Designs entstanden die Master Anamorphics als native anamorphotische Konstruktion. 2019 erweiterte ZEISS die Serie um die Brennweiten 32mm und 65mm. Die Objektive entstehen in Oberkochen und durchlaufen individuelle Qualitätskontrollen mit T*-Antireflexbeschichtung.
Praxiseinsatz im Film
Kameramann Roger Deakins verwendete die Master Anamorphics für "Blade Runner 2049" (2017), um die futuristische Ästhetik zu verstärken. "The Revenant" (2015) von Emmanuel Lubezki nutzte die Serie für Landschaftsaufnahmen in natürlichem Licht. Die konstante Lichtstärke ermöglicht durchgängiges Arbeiten bei schwierigen Lichtverhältnissen. Typischer Workflow erfordert Monitore mit De-Squeeze-Funktion und entsprechende Post-Production-Software. Die geringere Schärfentiefe im Vergleich zu sphärischen Objektiven erfordert präzise Schärfenführung.
Vergleich & Alternativen
Master Anamorphics positionieren sich zwischen Vintage-Objektiven wie den Panavision C-Series und modernen Alternativen wie den ARRI/ZEISS Master Anamorphics oder Cooke Anamorphic/i. Sie bieten cleanere Abbildung als Vintage-Gläser, aber weniger "Charakter" als ältere Bauarten. Panavision G-Series und Atlas Orion Anamorphics konkurrieren im Premium-Segment. Für Budgetproduktionen stehen Sirui oder Laowa Anamorphics zur Verfügung, die jedoch deutliche Kompromisse in Lichtstärke und Abbildungsqualität bedeuten.