Filmlexikon.
ZEISS DigiPrime
Kamera · Equipment

ZEISS DigiPrime

anamorphic lensanamorphic projection lensangenieux optimo prime · 8 verwandte Begriffe
[ai-hero · gemini-1.5-image · 21:9 cinematic]
anamorphic lensanamorphic projection lensangenieux optimo primearri master primearri signature primearri ultra primearri zeiss variable primeatlas lens co

Zeiss lens optimized for digital cinema sensor characteristics.

Technische Details

Brennweiten

141825355085100135
T1.3T1.3T1.3T1.3T1.6T1.6T2.1T2.1
0,30m0,30m0,30m0,35m0,50m0,90m1,00m1,20m
2,7kg2,8kg2,9kg3,2kg3,4kg3,5kg3,6kg3,8kg
134134134134134134134134
104°90°72°54°40°24°20°15°
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PL · 134mm Front · 300° Fokus · T* Coating · S35

Die DigiPrime-Serie umfasst acht Brennweiten: 14mm, 18mm, 25mm, 35mm, 50mm, 85mm, 100mm und 135mm, alle mit einheitlichem Durchmesser von 134mm und PL-Mount. Das optische Design verwendet 13-16 Linsenelemente je nach Brennweite, mit spezieller T*-Mehrschichtvergütung für reduzierte Reflexionen bei digitalen Sensoren. Der Fokusring bietet 300° Rotation mit präzisen 0,1m-Markierungen, während der parfokale Aufbau Brennweitenwechsel ohne Schärfeverlust ermöglicht. Besonderheit: Die Objektive decken Super 35mm-Sensoren vollständig ab und zeigen minimale Farbsäume durch apochromatische Korrektur.

Geschichte & Entwicklung

ZEISS stellte die DigiPrime-Serie 2005 als Antwort auf die aufkommende digitale Kinematographie vor. Entwicklungsgrundlage bildeten die bewährten Master Primes, jedoch mit neu berechneter Optik für die spezifischen Anforderungen digitaler Sensoren wie der RED ONE oder Arri Alexa. 2008 erweiterte ZEISS die Serie um die längeren Brennweiten 100mm und 135mm. Mit der Einführung der Supreme Prime-Serie 2018 positionierte ZEISS die DigiPrimes als Mittelklasse-Option zwischen den High-End Supreme Primes und den kompakteren CP.3-Objektiven.

Praxiseinsatz im Film

DoP Roger Deakins nutzte DigiPrimes für Außenszenen in "Skyfall" (2012), um die natürliche Farbwiedergabe mit digitalen Arri Alexa-Kameras zu optimieren. Die 25mm und 35mm DigiPrimes kommen häufig bei Handheld-Aufnahmen zum Einsatz, da ihr Gewicht von 2,9kg bzw. 3,2kg noch handführbare Konfigurationen ermöglicht. Im Studioeinsatz schätzen Kameraleute die konstante T1.3-Blende der kürzeren Brennweiten für Available-Light-Situationen. Der parfokale Aufbau erlaubt Brennweitenwechsel während laufender Aufnahme ohne Schärfenachführung.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber den Master Primes bieten DigiPrimes optimierte Mikrokontrast-Übertragung für digitale Sensoren, erreichen jedoch nicht deren absolute Auflösungsleistung bei Film. Die neueren Supreme Primes übertreffen DigiPrimes in Schärfeleistung und Bokeh-Qualität, kosten aber das Dreifache. Als direkte Konkurrenz gelten Cooke S4/i und Leica Summilux-C, wobei DigiPrimes neutralere Farbwiedergabe und höhere Auflösung bieten. Für Produktionen mit gemischtem Film-/Digital-Workflow bleiben Master Primes erste Wahl, während reine Digital-Produktionen von DigiPrimes' spezifischen Optimierungen profitieren.

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