Van Diemen Anamorphic is a technique in filmmakingtography.
Technische Details
Das Van Diemen Anamorphot arbeitet mit einem asymmetrischen Zylinderlinsensystem aus vier Glaselementen mit einer horizontalen Kompression von 2:1 bei unveränderter vertikaler Abbildung. Die Brennweiten reichen von 35mm bis 100mm, wobei die minimale Fokussierungsdistanz bei 1,2 Metern liegt. Das System erreicht eine Lichtstärke von T/2,8 bei der 50mm-Version und wiegt 1,4 kg. Die charakteristische blaue Antireflexbeschichtung und die ovalen Blendenöffnungen erzeugen die typischen horizontalen Lens Flares bei Punktlichtquellen.
Das Anamorphot wird als Vorsatzlinse vor Standard-Sphärischen Objektiven montiert und verfügt über ein proprietäres Bajonett-System mit Rotationssperre. Drei Hauptvarianten existieren: Type A (1963-1967) für Mitchell- und Arriflex-Kameras, Type B (1968-1973) mit verbesserter Optik und Type C (1974-1975) mit reduziertem Gewicht.
Geschichte & Entwicklung
Van Diemen Optical führte das System 1963 als kostengünstige Alternative zu Panavision und CinemaScope ein. Gründer James McKenzie entwickelte es ursprünglich für australische Produktionen, die Zugang zu Breitbildtechnik ohne Lizenzgebühren benötigten. 1968 erfolgte der internationale Durchbruch mit der Verwendung in George Romeros "Night of the Living Dead".
1975 endete die Produktion nach etwa 200 gefertigten Einheiten. Van Diemen Anamorphots werden heute als Vintage-Optiken gehandelt.
Praxiseinsatz im Film
Das System kam in Genrefilmen der 1970er Jahre zum Einsatz: "Mad Max" (1979), "The Texas Chain Saw Massacre" (1974) und "Dawn of the Dead" (1978). Die Optik erzeugt Verzerrungen an Bildrändern und einen warmen, leicht gelbstichigen Look bei Hauttönen.
Workflows erfordern 1,5 Blendenstufen Überbelichtung zum Ausgleich der Lichtverluste. Spezielle Mattboxen sind wegen der ovalen Frontlinse nötig. Das System zeigt Fokus-Breathing und verlangt präzise Schärfenziehung.
Vergleich & Alternativen
Van Diemen Anamorphots zeigen stärkere chromatische Aberration und geringere Randschärfe als Panavision-Optiken. Moderne Systeme wie die Cooke Anamorphic/i-Serie bieten höhere optische Präzision, eliminieren aber die charakteristischen Abbildungsfehler.
Budget-Adapter wie der SLR Magic Anamorphot erreichen nicht die spezifischen Abbildungseigenschaften der Van Diemen Optiken.