Technovision Cooke is a technique in filmmakingtography.
Technische Details
Die Technovision Cooke-Objektive arbeiten mit einem 2x-Anamorphot-Vorsatz, der vor sphärische Cooke-Objektive montiert wird. Verfügbare Brennweiten umfassen 25mm, 32mm, 40mm, 50mm, 75mm, 100mm und 150mm bei einer Lichtstärke von T2.3 bis T2.8. Das optische System produziert charakteristische horizontale Lens Flares, ovale Bokeh-Kreise und eine leichte Verzerrung an den Bildrändern. Der Naheinstellbereich liegt je nach Brennweite zwischen 0,6m und 1,5m. Das Filtergewinde beträgt durchgehend 104mm.
Die Konstruktion basiert auf dem Technovision-Anamorphot-Element, das mit verschiedenen sphärischen Cooke-Serien kombiniert werden kann, darunter Speed Panchros und frühe S4-Objektive. Diese Hybrid-Konstruktion erzeugt den warmen, organischen Look der Cooke-Optiken mit der visuellen Breite anamorphotischer Aufnahmen.
Geschichte & Entwicklung
Joe Dunton entwickelte das Technovision-System Ende der 1960er Jahre als kostengünstige Alternative zu Panavisions Monopol auf anamorphotische Kameratechnik. 1971 begann die Zusammenarbeit mit Cooke Optics, um die beliebten sphärischen Cooke-Objektive mit anamorphotischen Eigenschaften zu versehen. Der erste kommerzielle Einsatz erfolgte 1972 bei europäischen Produktionen.
Das System gewann in den 1970er und frühen 1980er Jahren an Popularität, besonders in Europa und bei unabhängigen Produktionen, die sich Panavisions teure Ausrüstung nicht leisten konnten. Mit dem Aufkommen modernerer anamorphotischer Systeme und Cookes eigener Anamorphic/i-Serie ab 2013 wurde die ursprüngliche Technovision Cooke-Kombination seltener eingesetzt.
Praxiseinsatz im Film
Technovision Cooke-Objektive fanden Verwendung in Filmen wie "The Man Who Fell to Earth" (1976) und verschiedenen europäischen Produktionen der 1970er Jahre. Der charakteristische Look kombiniert Cookes warme Hauttöne mit anamorphotischen Artefakten wie horizontalen Streaks bei Lichtquellen.
Der Workflow erfordert 35mm-Film mit entsprechender Entzerrung in der Postproduktion. Die Objektive neigen zu Breathing-Effekten beim Fokussieren und zeigen deutliche Randverzerrungen, was bei der Kameraführung berücksichtigt werden muss. Close-ups profitieren von der warmen Cooke-Charakteristik, während Wide Shots die cineastische Breite des anamorphotischen Formats nutzen.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu originären anamorphotischen Systemen wie Panavision oder Hawk entstehen durch die Adapter-Konstruktion zusätzliche optische Kompromisse. Moderne Alternativen sind Cookes Anamorphic/i-Serie oder ARRI Master Anamorphics, die ohne Vorsätze konstruiert wurden und optisch überlegene Ergebnisse liefern.
Technovision Cooke unterscheidet sich von anderen Adapter-Systemen durch die spezifische Cooke-Optik als Basis. Heutige Produktionen wählen meist dedizierte anamorphotische Objektive, während Vintage Technovision Cooke-Sets für Period-Pieces oder stilistische Zwecke gemietet werden.