Technovision is a technique in filmmakingtography.
Technische Details
Technovision-Objektive verwenden zylindrische Glaselemente zur horizontalen Kompression und sind in Brennweiten von 35mm bis 200mm verfügbar. Die minimale Fokussierungsdistanz liegt bei den meisten Brennweiten bei 1,5 Metern, die Lichtstärke bewegt sich zwischen T2,8 und T4. Das System arbeitet mit einer horizontalen Auflösungsreduzierung um 50% während der Aufnahme. Die Objektive wiegen zwischen 2,8 kg (35mm) und 4,2 kg (200mm) und verfügen über ein PL-Mount-System. Der Close-Focus-Abstand beträgt durchschnittlich das 20-fache der Brennweite.
Geschichte & Entwicklung
1965 entwickelte die italienische Firma Technovision S.p.A. das System als Antwort auf die hohen Lizenzkosten für Cinemascope-Objektive von Bausch & Lomb. Sergio Leone setzte die Objektive erstmals 1966 in "Für ein paar Dollar mehr" ein. In den 1970er Jahren lizenzierte Joe Dunton die Objektive für seine Vermietfirma und etablierte sie im britischen Markt. 2014 übernahm Cooke Optics die Fertigung als "Anamorphic/i" Serie, nachdem die ursprüngliche Produktion 1985 eingestellt wurde.
Optische Eigenschaften
Die Objektive erzeugen bei Lichtquellen blaue horizontale Streifen und verleihen Hautfarben einen warmen, leicht gelblichen Ton. Bei Nahaufnahmen entsteht durch die geringe Schärfentiefe ein ausgeprägter 3D-Effekt. Das oval verzerrte Bokeh verstärkt die horizontale Bildkomposition. Filme wie "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968), "Quadrophenia" (1979) und "The Dark Crystal" (1982) zeigen diese charakteristischen Merkmale.
Vergleich zu anderen Systemen
Panavision-Objektive bieten höhere Lichtstärken (T-Stop 2,8-11), aber weniger markante optische Eigenschaften. Zeiss Master Anamorphics liefern technisch präzisere Ergebnisse ohne die organische Bildqualität der Technovision-Linsen. Cooke Anamorphic/i kombiniert moderne Vergütung mit dem klassischen Look. Atlas Orion Objektive sind heute die kosteneffizienteste Alternative.