Lightweight Steadicam system designed for reduced physical strain.
Technische Details
Das Volt arbeitet mit einem 3-Achsen-Gyroskop und bürstenlosen Motoren, die Korrekturbewegungen in Echtzeit durchführen. Die Stromversorgung erfolgt über einen 14,4V Lithium-Ionen-Akku mit 6-stündiger Laufzeit. Das Gesamtgewicht beträgt 6,8 kg, die Aufbauzeit liegt bei circa 5 Minuten. Das System verfügt über einen 7-Zoll-Monitor mit 1920x1200 Pixel Auflösung und kann Kameras von der Canon 5D Mark III bis zur RED Epic aufnehmen. Drei Betriebsmodi stehen zur Verfügung: Standard (mechanisch-elektronisch kombiniert), Gyro-Off (rein mechanisch) und Sport-Modus (verstärkte elektronische Stabilisierung).
Geschichte & Entwicklung
Tiffen entwickelte das Volt als Antwort auf die zunehmende Konkurrenz durch elektronische Gimbalsysteme wie das DJI Ronin. Die Markteinführung erfolgte 2014 auf der NAB in Las Vegas. 2016 folgte das Volt Pro mit verbesserter Motorleistung und erweiterter Kamerakompatibilität. Das System kombinierte die bewährte Steadicam-Mechanik mit moderner Elektronik, konnte jedoch nicht verhindern, dass rein elektronische Systeme den Markt dominierten.
Praxiseinsatz im Film
Das Volt kam in Produktionen wie "The Revenant" (2015) für Sequenzen zum Einsatz, wo die Kombination aus mechanischer Stabilität und elektronischer Präzision gefordert war. Typische Anwendungen umfassen Innenraumsequenzen mit komplexen Kamerabewegungen und Außenaufnahmen bei windigen Bedingungen. Der Sport-Modus erwies sich bei Verfolgungsszenen als vorteilhaft, während der mechanische Modus bei Akkuproblemen Ausfallsicherheit bot. Nachteile zeigten sich im höheren Gewicht gegenüber rein elektronischen Alternativen und der komplexeren Bedienung.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber dem klassischen Steadicam Flyer bietet das Volt elektronische Feinkorrektur, wiegt jedoch 2 kg mehr. Moderne Alternativen wie das DJI Ronin 2 oder Freefly MoVI Pro erreichen vergleichbare Stabilisierungsleistung bei geringerem Gewicht und einfacherer Handhabung. Das Volt wird eingesetzt, wenn die charakteristische Steadicam-Bewegungsästhetik gewünscht ist, aber zusätzliche elektronische Stabilisierung erforderlich wird. Seit 2018 wurde die Produktion eingestellt, da sich rein elektronische Gimbalsysteme durchsetzten.