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Produktion · Begriffe

Print

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Print is a technique in filmmaking production.

Technische Details

35mm-Prints weisen eine Perforation von 4 Löchern pro Bild auf, wobei das Bildformat 22 × 16 mm beträgt. Die Silberhalogenid-Emulsion ermöglicht eine Auflösung von etwa 4K-6K digital vergleichbar. Prints werden in verschiedenen Qualitätsstufen hergestellt: First Generation Prints direkt vom Original-Negativ, Second Generation von Interpositiven und Check Prints für Qualitätskontrolle. Die Farbwiedergabe erfolgt über drei Farbschichten (Cyan, Magenta, Yellow), während der Ton als Lichttonspur (Dolby Stereo) oder digital (DTS, SDDS) aufgebracht wird.

Geschichte & Entwicklung

Die erste kommerzielle Herstellung von 35mm-Prints begann 1909 mit der Standardisierung durch die Motion Picture Patents Company. 1932 führte Technicolor das Drei-Streifen-Verfahren für Farbprints ein. Dolby Stereo revolutionierte 1975 mit "Nashville" die Tonqualität von Prints. Der Höhepunkt der Print-Produktion lag in den 1990er Jahren mit bis zu 4.000 Kopien für Major-Releases wie "Jurassic Park" (1993). Seit 2005 verdrängt die digitale Kinoprojektion sukzessive 35mm-Prints.

Praxiseinsatz im Film

"Titanic" (1997) benötigte 8.000 Prints weltweit, was Produktionskosten von 12 Millionen Dollar verursachte. Prints durchliefen mehrstufige Qualitätsprüfungen: Answer Print für finale Farbabstimmung, Interpositive als Sicherheitskopie und Release Prints für den Kinoeinsatz. Hochfrequentierte Kinos erhielten mehrere Prints pro Saal, da Verschleiß nach 200-300 Vorführungen sichtbare Kratzer und Farbverschiebungen erzeugte. Prestigefilme wie "Lawrence of Arabia" (1962) verwendeten 70mm-Prints für premium Roadshow-Aufführungen.

Vergleich & Alternativen

Digital Cinema Packages (DCP) ersetzten ab 2010 weitgehend 35mm-Prints. Ein DCP kostet etwa 150 Dollar versus 2.000-3.000 Dollar pro 35mm-Print inklusive Versand. 16mm-Prints dienten Arthouse-Kinos und TV-Verwertung, während IMAX-70mm-Prints für Großleinwand-Spektakel reserviert blieben. Heute produzieren nur noch wenige Verleiher wie Disney oder Warner Bros. limitierte 35mm-Prints für Repertoire-Kinos. Christopher Nolan besteht weiterhin auf 70mm-Prints für Filme wie "Dunkirk" (2017) und "Tenet" (2020).

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