Leica Summilux-R is a technique of professional camera work.
Technische Details
Die Summilux-R-Serie umfasste Brennweiten von 35mm, 50mm und 80mm, alle mit durchgängiger Blende f/1.4. Das 50mm f/1.4 Summilux-R wog 390g bei einer Länge von 53mm und bestand aus 7 Elementen in 5 Gruppen. Die Naheinstellgrenze lag bei 50cm, der Filterdurchmesser betrug 55mm. Die Objektive verfügten über eine 11-Lamellen-Blende für kreisrunde Blendenöffnungen und waren mit Floating Elements für gleichbleibende Schärfeleistung über alle Entfernungen ausgestattet. Die Vergütung erfolgte mehrschichtig, später mit Leicas proprietärer Aqua-Dura-Beschichtung.
Geschichte & Entwicklung
Das erste Summilux-R 50mm f/1.4 erschien 1959 als Teil des neuen Leica R-Systems. 1970 folgte das 35mm f/1.4, 1983 das 80mm f/1.4 - zu diesem Zeitpunkt das lichtstärkste 80mm-Objektiv der Welt. Eine grundlegende Überarbeitung erfolgte 1994 mit ROM-Kontakten für die R8/R9-Kameras. Die Produktion endete 2009 mit der Einstellung des R-Systems, macht die Summilux-R heute zu begehrten Sammlerobjekten.
Praxiseinsatz im Film
Kameraleute schätzten Summilux-R-Objektive für Available-Light-Situationen und die charakteristische Tiefenschärfe bei Offenblende. Stanley Kubrick verwendete das 50mm f/1.4 für Innenaufnahmen in "Barry Lyndon" (1975), kombiniert mit speziellen Zeiss-Objektiven. Die geringe Schärfentiefe bei f/1.4 ermöglichte präzise Fokussierung auf Hauptdarsteller bei vollständig unscharfem Hintergrund. Der sanfte Schärfeübergang und die warme Farbwiedergabe prägten den "Leica-Look" in zahlreichen Autorenfilmen der 1970er und 1980er Jahre.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber zeitgenössischen Canon FD oder Nikon AI-Objektiven boten Summilux-R eine überlegene Verarbeitungsqualität und Schärfeleistung bei Offenblende, kosteten jedoch das Drei- bis Vierfache. Moderne Äquivalente sind Leica SL-Summilux oder Sigma Art-Objektive mit f/1.4, die jedoch das spezifische Rendering der R-Serie nicht replizieren. Heute werden Summilux-R-Objektive via Adapter an digitalen Cinema-Kameras wie RED oder ARRI ALEXA verwendet, wobei der Crop-Faktor die effektive Brennweite verändert.