Day out of days is a schedule showing which actors are needed on specific filming days.
Technische Details
Die Day Out of Days-Tabelle umfasst standardmäßig die Spalten: Charaktername, Darstellername, Start-Datum, End-Datum, Anzahl Arbeitstage, Hold-Tage und eine Kalender-Matrix. Moderne Versionen in Software wie Movie Magic Scheduling oder StripBoard verknüpfen automatisch mit dem Drehplan und berechnen Gage-Summen basierend auf SAG-AFTRA-Tarifen. Die Tabelle unterscheidet zwischen Guaranteed Days (fest vereinbarte Mindesttage) und Overscale Days (zusätzliche Drehtage über dem Minimum).
Varianten umfassen Cast Day Out of Days für Schauspieler, Crew Day Out of Days für Schlüsselpersonal und Location Day Out of Days für Drehorte mit zeitabhängigen Mietkosten.
Geschichte & Entwicklung
Das System etablierte sich in den 1930er Jahren in Hollywood, als die Studios begannen, Schauspielerverträge nach tatsächlichen Arbeitstagen statt Wochenpauschalen abzurechnen. Metro-Goldwyn-Mayer entwickelte 1934 erste standardisierte Formulare. Mit der Gründung der Screen Actors Guild 1933 wurden Day Out of Days-Berechnungen zur vertraglichen Pflicht.
Die Digitalisierung erfolgte ab 1985 mit ersten Computer-Scheduling-Programmen. Entertainment Partners führte 1992 mit Movie Magic Scheduling die Automatisierung ein, wodurch manuelle Berechnungsfehler praktisch eliminiert wurden.
Praxiseinsatz im Film
Bei "The Lord of the Rings"-Trilogie umfasste Peter Jacksons Day Out of Days über 400 Tage für Hauptdarsteller wie Viggo Mortensen, der an 274 von 438 Drehtagen beteiligt war. Komplexe Produktionen wie Marvel-Filme nutzen separate Day Out of Days für verschiedene Units (Main Unit, Second Unit, VFX Unit).
Der Workflow beginnt nach dem Stripboard: Erste Assistent Regie erstellt Rohfassung, Line Producer überprüft gegen Budgetlimits, Casting Director gleicht mit Verfügbarkeiten ab. Änderungen im Drehplan aktualisieren automatisch alle betroffenen Day Out of Days-Einträge.
Vergleich & Alternativen
Das Call Sheet zeigt nur tägliche Besetzung, während Day Out of Days den Gesamtüberblick liefert. Production Reports dokumentieren rückwirkend, Day Out of Days plant vorausschauend. One-Liner (einzeiliger Drehplan) enthält keine Gage-Informationen.
Cloud-basierte Alternativen wie StudioBinder oder Yamdu synchronisieren Day Out of Days in Echtzeit zwischen Produktionsbüros. Traditionelle Excel-Tabellen bleiben bei Low-Budget-Produktionen Standard, bieten jedoch keine automatische Verknüpfung mit Scheduling-Software.