Vorprogrammierte Lichteffekte in LED-Scheinwerfern wie Blitz, Kerze oder Feuer — simuliert natürliche Lichtquellen.
Überblick
Der Effects Mode (bei manchen Herstellern auch „FX Mode“ oder „Lighting Effects“) ist ein Betriebsmodus moderner LED-Filmleuchten, in dem die Leuchte vorprogrammierte, sich zeitlich verändernde Lichteffekte selbstständig abspielt. Damit lassen sich am Set bewegte Lichtquellen simulieren – etwa Kaminfeuer, ein flackernder Fernseher, ein Gewitter, das Blaulicht eines Einsatzfahrzeugs oder das Blitzlichtgewitter von Pressefotografen – ohne dass ein separates Lichtpult (DMX-Konsole) oder aufwändige Programmierung nötig ist. Der Modus ist kein eigenständiges Gerät, sondern eine Firmware-Funktion, die direkt über das Bedienpanel der Leuchte aufgerufen wird.
Bekannt wurde die Funktion unter anderem durch das ARRI-SkyPanel-Firmware-Update 3.0 (2017), das den „Lighting Effects“-Modus einführte. Auch Aputure (z. B. die LS-600-Serie und Nova-Panels) sowie zahlreiche weitere Hersteller bieten vergleichbare Effekt-Modi an.
Typische Effekte
Der genaue Umfang variiert je nach Hersteller und Modell. Zwei verbreitete Beispiele:
| Leuchte | Anzahl Effekte | Beispiele |
|---|---|---|
| ARRI SkyPanel (Firmware 3.0) | 12 | Candle, Clouds Passing, Club Lights, Color Chase, Cop Car, Fire, Fireworks, Light Strobe, Lightning, Paparazzi, Pulsing, Television |
| Aputure LS 600x Pro | 9 | Paparazzi, Fireworks, Faulty Bulb, Lightning, TV, Pulsing, Strobe, Explosion, Fire |
Einstellbare Parameter
Die Effekte sind nicht starr, sondern lassen sich an die jeweilige Szene anpassen. Typische Stellgrößen (am Beispiel der Aputure LS 600x Pro):
- Helligkeit: 0–100 %
- Frequenz/Geschwindigkeit: Stufen 1–10 sowie eine Zufallseinstellung („R“ / Random) für unregelmäßige Verläufe
- Farbtemperatur (CCT): bei abstimmbaren Leuchten einstellbar (bei der LS 600x Pro 2700–6500 K)
Bestimmte Effekte wie Lightning oder Explosion lassen sich zusätzlich manuell über eine Trigger-Taste auslösen – entweder als Einzelauslösung oder als wiederkehrender Zyklus.
Einsatz am Set
Der Effects Mode dient dazu, eine glaubwürdige, im Bild sichtbare oder reflektierte Lichtquelle außerhalb des Kaders zu simulieren. Klassische Anwendungen sind das warme, unruhige Flackern eines Kamin- oder Lagerfeuers, das kalte, springende Licht eines laufenden Fernsehers auf einem Gesicht, zuckende Blitze bei Gewitterszenen oder rhythmisches Blaulicht für Polizei- und Rettungsfahrzeuge.
Die Bedienung erfolgt direkt am Bedienpanel der Leuchte über das Menü. Zusätzlich lassen sich die Effekte bei den meisten Modellen aus der Ferne steuern – per DMX (mit eigenen Kanälen für Intensität, Effektauswahl und Frequenz), per Hersteller-App (bei Aputure z. B. Sidus Link) oder per Funkfernbedienung. Der Vorteil gegenüber manuell programmierten Effekten am Pult liegt im schnellen Abruf am Set, was vor allem bei kurzfristigen Setups und kleineren Crews Zeit spart.