Leichte Gimbal-Serie von DJI für spiegellose Kameras — Nachfolger der Ronin-S-Reihe mit verbesserter Bedienung.
Technische Details
Das DJI RS 3 Pro trägt eine maximale Nutzlast von 4,5 kg und wiegt selbst 1,47 kg. Die drei bürstenlosen Motoren stabilisieren mit einer Präzision von ±0,02° über Pitch-, Roll- und Pan-Achsen. Der Stabilizer erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 360°/s pro Achse. Das integrierte LiDAR-System mit 43.200 Messpunkten ermöglicht ActiveTrack Pro bis zu einer Distanz von 14 Metern. Ein 1,8-Zoll-Touchscreen dient der Bedienung, während der 2400mAh-Akku bis zu 12 Stunden Laufzeit bietet. Die Carbon-Fiber-Konstruktion reduziert das Gewicht bei gleichzeitiger Stabilität.
Geschichte & Entwicklung
DJI entwickelte 2018 den Ronin-S als ersten einhändigen Gimbal. 2020 erfolgte die Umbenennung zu "DJI RS" mit dem RS 2 und Carbon-Fiber-Konstruktion. Der RS 3 (2022) brachte automatisierte Achsenverriegelung, das RS 3 Pro zusätzlich LiDAR-Tracking.
Praxiseinsatz im Film
DoPs nutzen DJI RS-Systeme für Steadicam-ähnliche Bewegungen ohne die Kosten und Komplexität traditioneller Systeme. Typical sind Dolly-Shots, bei denen der Gimbal auf Schienen oder Fahrzeugen montiert wird, sowie handheld Follow-Shots in engen Räumen. Die ActiveTrack-Funktion ermöglicht autonomes Verfolgen von Schauspielern, wodurch sich der Operator auf Komposition konzentrieren kann. In der TV-Produktion beschleunigen vorprogrammierte Bewegungsmuster (TimeLapse, Panorama) repetitive Shots. Die RS-Force-Technologie überträgt Operatorbewegungen in gleichmäßige Kamerabewegungen und eliminiert dabei Mikro-Jitter.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber dem Zhiyun Crane bietet das DJI RS präzisere Motorsteuerung und bessere App-Integration, kostet jedoch 20-30% mehr. Traditional Steadicam-Systeme ermöglichen höhere Nutzlasten (bis 18 kg) und längere Aufnahmezeiten, erfordern aber extensive Schulung und körperliche Kondition. Für Heavy-Duty-Produktionen mit Alexa LF oder RED V-Raptor bleibt der DJI Ronin 4D oder Freefly MoVI Pro die bessere Wahl. Cable-Cam-Systeme übertreffen Handheld-Gimbals bei extremen Bewegungen, während für statische Shots ein traditioneller Stativkopf effizienter ist.
Aktuelles
Die DJI RS-Serie entwickelt sich kontinuierlich weiter: Mit dem DJI RS 5 Combo stellte DJI 2026 einen neuen Premium-Gimbal vor, der sich an professionelle Videografen und Filmemacher richtet. Parallel etabliert sich das DJI RS 2 als bewährte Lösung im Vergleich mit Konkurrenzprodukten wie dem Zhiyun Crane 4, wobei es besonders durch sanfte Bewegungsführung und Trägheitsfolgebetrieb überzeugt. Externe Hersteller wie Tilta erweitern das Ökosystem mit spezialisierten Zubehörlösungen wie dem Hydra Arm Pro V2 für stabilisierte Handheld-Rigs.
Aktuelles
Die DJI RS-Serie wurde um das RS 4 Pro erweitert, das in aktuellen Diskussionen häufig in Kombination mit professionellen Kameras wie der Sony FX9 und NX800 genannt wird. Das neue Modell zeigt die kontinuierliche Weiterentwicklung der Serie und deren Etablierung als Standard-Gimbal für verschiedene Kamera-Setups im professionellen Bereich.