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DIN-Empfindlichkeit
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DIN-Empfindlichkeit

DIN Sensitivity
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Logarithmische Filmempfindlichkeits-Skala — 3 DIN-Punkte = Verdopplung der Lichtempfindlichkeit. In Deutschland und Europa lange Standard, heute praktisch nur noch ISO gebräuchlich.

Wer in den 70ern und 80ern Film bestellt hat, orderte nach DIN-Werten — 21 DIN für Tageslicht-Standard, 27 DIN für erhöhte Empfindlichkeit, 30 DIN für echte Dunkelheit-Arbeit. Die logarithmische Skala war europäischer Standard, während die Amerikaner längst auf ISO setzten. Der Kniff der DIN-Logik: Alle drei Punkte nach oben bedeuten exakt die doppelte Lichtempfindlichkeit. Das wirkt umständlich beim schnellen Rechnen, bot aber präzisere Abstufungen für die metrische Mentalität.

In der praktischen Arbeit am Set spürte man den Unterschied schnell. Ein Rollfilm mit 21 DIN brauchte im Sonnenlicht bei Blende 5,6 noch Verschlusszeit 1/125, derselbe Typ mit 27 DIN schaffte die Aufnahme schon bei 1/250. Nicht viel, aber beim Available-Light-Dreh entscheidend — besonders in europäischen Studios, wo man sich auf den bewährten DIN-Code verlassen konnte. Kameras hatten separate DIN-Ringe neben den ISO-Markierungen; manche DoPs notierten beide parallel, um keine Fehler beim Filmwechsel zu riskieren.

Der Übergang zur ISO-Norm in den 90ern war weniger eine technische Revolution als eine politische Vereinheitlichung. ISO fasste DIN und die amerikanische ASA zusammen — mathematisch identisch mit DIN bei den meisten praktischen Werten, aber eben ein globales System. Alte Belichtungsmesser und Kamera-Lichtwertrechner mit DIN-Skala verstummten langsam. Trotzdem: Wer mit klassischem Film noch arbeitet, findet auf jeder Dose beide Markierungen. Der DIN-Wert sitzt rechts neben der ISO-Nummer — ein Relikt aus einer Zeit, als Europa seine Messtradition verteidigte, bevor die Standards homogenisiert wurden.

Heute ist DIN historisch relevant und praktisch tot. Selten ein Kameraassistent, der noch aktiv DIN-Werte kalkuliert. Wer aber alte Belichtungstabellen vom Kodak oder Fujifilm nutzt oder historische Dreh-Reports liest, braucht das Wissen: DIN war nicht falsch, nur unpraktisch für internationale Crews geworden. Der Vorteil der Logarithmus-Logik bleibt theoretisch elegant, konkurriert aber nicht gegen die globale Verständigung via ISO.

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