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C-Log
Kamera · Technik

C-Log

Murnau AI illustration
color grading din color correction primary correction secondary correction power window qualifier 1d lut

Canons logarithmische Gammakurve zur Erhaltung maximaler Dynamik für Color Grading.

Technische Details

C-Log arbeitet mit einer Gamma-Kurve von 0,45 und verschiebt den 18%igen Grauton auf 32,8% des Videosignals. Die aktuelle Version C-Log3 erfasst einen Dynamikumfang von über 1600% (entspricht 14+ Blendenstufen) und nutzt dabei BT.2020-Farbraum. C-Log2 bietet als Kompromissvariante 12 Blendenstufen bei besserer Rauschcharakteristik in den Schatten. Das Profil reduziert den Kontrast auf etwa 1:1,2 (gegenüber 1:100 bei Standard-Profilen) und senkt die Farbsättigung um circa 60%, um maximale Bildinformationen zu bewahren.

Geschichte & Entwicklung

Canon führte C-Log 2012 mit der EOS C300 ein, inspiriert von Kodaks Cineon-Log-Format aus den 1990er Jahren. 2014 folgte die Integration in DSLRs ab der EOS 5D Mark III via Firmware-Update. C-Log2 debütierte 2016 in der C700-Serie, C-Log3 kam 2018 mit der EOS R-Serie. Die Entwicklung zielte darauf ab, das Grading-Potenzial von Super-35mm-Film digital zu reproduzieren und gleichzeitig die Kompatibilität zu etablierten Post-Production-Workflows sicherzustellen.

Praxiseinsatz im Film

Serien wie "House of Cards" (Staffel 6) und "The Crown" nutzen C-Log für konsistente Farbkorrektur zwischen verschiedenen Lichtbedingungen. Der typische Workflow umfasst die Aufzeichnung in C-Log, Anwendung einer LUT (Look-Up Table) für das Set-Monitoring und finales Color-Grading mit speziellen C-Log-zu-Rec.709-LUTs. Vorteil: 2-3 zusätzliche Blendenstufen in Highlights und Schatten. Nachteil: Zwingend erforderliche Nachbearbeitung und 10-15% höhere Dateigröße gegenüber Standard-Profilen.

Vergleich & Alternativen

C-Log konkurriert direkt mit Sony S-Log (14+ Blendenstufen), Panasonic V-Log (12+ Blendenstufen) und RED R3D-Log. Während S-Log aggressiver in den Schatten arbeitet, zeigt C-Log natürlichere Hauttöne ohne aufwändige Korrektur. Für Budget-Produktionen bieten Standard-Profile mit manueller Kontrastreduzierung 80% der C-Log-Vorteile bei direkter Verwendbarkeit. C-Log eignet sich primär für High-End-Produktionen mit professioneller Post-Production, Standard-Profile genügen für Broadcast- oder Online-Content ohne komplexe Lichtführung.

Aktuelles

C-Log 3 hat sich als Weiterentwicklung von Canons logarithmischer Aufzeichnung etabliert und bietet Filmemachern erweiterte Möglichkeiten für die cinematische Belichtung. Praktiker berichten von angenehmeren Lichtern im Vergleich zu älteren Profilen wie Cinestyle, weisen aber auf Herausforderungen bei der Sättigung in dunklen Szenen hin, wo Grünstiche auftreten können. Die korrekte Belichtung für C-Log-Material erfordert spezifisches technisches Verständnis und hat sich zu einem wichtigen Skillset für moderne Kameraoperatoren entwickelt.

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