Handschriftliche oder digitale Notizen des ADs während des Drehbuchlesen — erfasst Effekte, Tiere, Stunts, Requisiten pro Szene. Basis für den Produktionsplan.
Der Assistant Director sitzt beim ersten Durchlesen des Drehbuchs mit Stift und Papier — oder heute häufig mit einer Breakdown-Software — und notiert sich systematisch, was jede einzelne Szene braucht. Breakdown-Notizen sind das handwerkliche Fundament jeder Produktion. Sie erfassen nicht einfach was passiert, sondern was organisiert werden muss: Effekte, Tiere, Stunts, Requisiten, Fahrzeuge, Statisten, Wetterabhängigkeiten, Lichtsituationen, Ortswechsel, Kostümwechsel pro Charakter. Aus diesen Notizen entsteht später der Production Schedule, die Requisitenlisten, die VFX-Übersicht und der Drehplan.
Die Praxis zeigt: Wer hier flüchtig arbeitet, zahlt später beim Drehen. Ein AD, der in Szene 47 übersieht, dass die Hauptfigur einen Hund mit sich trägt, generiert später Probleme im Tiertraining, bei der Versicherung und im Budget. Breakdown-Notizen müssen präzise sein — nicht romanisch, sondern kategorisiert. Standard-Kategorien: Interior/Exterior, Tag/Nacht, Darsteller (mit Eintrag ins Call Sheet), Special Effects (Feuer, Wasser, Explosionen), VFX (grüner Screen, CGI-Elemente), Stunts, Fahrzeuge, Tiere, Requisiten (Spezial- vs. Standard), Kostüme/Wechsel, Make-up (Verletzungen, Alterungen, Besonderheiten), Sound Design Notizen (Musik, besondere Geräusche), Dauer/Seiten.
Am Set selbst sind diese Notizen die Referenz für den AD und seinen Team — wer braucht wann am Set zu sein, welche Requisite muss vorab geklärt sein, welche Fläche wird für Effekte freigeräumt. Beim Übergang zu Location Scouting nutzen Producer und Production Designer die Breakdown-Notizen, um zu beurteilen, wo gedreht werden kann und was ortsgebunden zu organisieren ist. Im Schnitt helfen sie dem Editor zu verstehen, warum bestimmte Takes gekloppt wurden oder welche Nachbearbeitungselemente geplant waren.
Digital arbeitende Productions nutzen heute Tools wie StudioBinder oder FilmMagic, wo Breakdown-Daten direkt mit Call Sheets, Budget und Zeitplan verknüpft werden. Aber das Prinzip bleibt: sorgfältig, kategorsiert, einsehbar für alle Departments. Ein gut ausgefüllter Breakdown ist der Moment, wo der Producer erstmals realistisch sagen kann, was die Produktion kostet und wie lange sie dauert.