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Atlas Orion Series
Kamera · Begriffe

Atlas Orion Series

Murnau AI illustration
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Atlas Orion 2x-Anamorphoten für Super-35+-Sensoren — bezahlbarer Einstieg in echtes anamorphotisches Kino. Definierte Flares, ovales Bokeh, T2.0.

Überblick

Die Orion Series ist eine Reihe anamorphotischer Festbrennweiten (Primes) des US-Herstellers Atlas Lens Co. Sie verwendet eine echte Front-Anamorphot-Gruppe und erzeugt einen klassischen anamorphotischen Look: ovales Bokeh, horizontale Streak-Flares, ausgeprägtes Focus-Breathing und einen charakteristischen Fall-off. Die Objektive sind besonders im unabhängigen und mittelbudgetierten Bereich verbreitet, weil sie einen anamorphotischen Look zu einem gegenüber etablierten Anamorphoten deutlich niedrigeren Preis bieten.

Neben der ursprünglichen Orion Series mit blaustichigen Flares gibt es die Silver Edition, deren Flares neutral ausfallen und ihre Farbe von der Lichtquelle am Set übernehmen.

Technische Daten

  • Optikkonzept: echte Front-Anamorphot-Gruppe (true front anamorphic)
  • Squeeze-Faktor: 2x
  • Maximale Lichtstärke: T2 bei den weitwinkligen und Standard-Brennweiten; längere Brennweiten sind lichtschwächer (z. B. T2.2/T3.2)
  • Blende: 14-Lamellen-Iris
  • Frontdurchmesser: 114 mm bei der Standard-Brennweitenreihe (einzelne extreme Brennweiten weichen ab)
  • Anschlüsse: PL und EF
EigenschaftAngabe
Squeeze2x
Lichtstärke (Kernreihe)T2
Blendenlamellen14
Frontdurchmesser (Standardreihe)114 mm
MountsPL, EF

Brennweiten

Die Serie wurde im Lauf der Zeit erweitert und umfasst eine breite Palette von Weitwinkel bis Tele, darunter unter anderem 32, 40, 50, 65, 80 und 100 mm als ursprüngliches Kernset sowie ergänzende Brennweiten wie 18, 21, 25, 135 und 200 mm. Die Brennweiten teilen einheitliche Gehäuseabmessungen sowie standardisierte Fokus- und Blendenzahnkränze, was den Wechsel im laufenden Dreh erleichtert.

Einsatz am Set

Die Orion-Objektive werden für 2x-anamorphotische Aufnahmen eingesetzt und liefern im Resultat das breite Bildformat (typisch um 2.39:1) mit den signaturetypischen ovalen Unschärfekreisen und horizontalen Flares. Wegen des großen Frontdurchmessers der Standardreihe (114 mm) eignen sie sich für gängige Clip-on-Matteboxen. Da es sich um Front-Anamorphoten handelt, treten die anamorphotischen Effekte (Bokeh-Form, Atmen, Flares) bereits optisch im Bild auf und müssen nicht in der Postproduktion simuliert werden.

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