Anamorphotische Festbrennweiten von Atlas mit 1.5x-Squeeze für Vollformat-Sensoren. Kompakt, T2.2, abgestimmt auf Mirrorless-Bodies wie Sony Venice oder Alexa Mini LF.
Definition
Die Atlas Mercury Series ist eine hochwertige Anamorphot-Objektivserie (Anamorphic Lens Series) des Herstellers Atlas Lens Co., die speziell für moderne Full-Frame-Sensoren entwickelt wurde. Diese Objektive erzeugen eine charakteristische 1,5x-Kompression (Squeeze Factor) in horizontaler Richtung, wodurch das typische anamorphe Breitbildformat mit seinem unverwechselbaren Look entsteht. Im Gegensatz zu klassischen 2x-Anamorphoten bietet der geringere Squeeze-Faktor eine bessere Handhabung und reduzierte optische Verzerrungen.
Die Mercury-Serie zeichnet sich durch ihre kompakte Bauweise, geringe Naheinstellgrenze und einheitliche Front-Durchmesser aus, was sie besonders für moderne Filmproduktionen attraktiv macht. Die Objektive liefern den begehrten anamorphen Bokeh-Effekt mit ovalen Lichtreflexen (Oval Bokeh) und horizontalen Lens Flares, die dem Bildmaterial eine cinematische Ästhetik verleihen.
Anwendung in der Praxis
In der deutschen Film- und Fernsehproduktion werden Atlas Mercury Objektive häufig für Kinoproduktionen, hochwertige Serien und Werbefilme eingesetzt. Der 1,5x Squeeze ermöglicht eine flexiblere Postproduktion (Post-Production) und ist kompatibel mit verschiedenen Ausgabeformaten. Die Serie eignet sich besonders für Handheld-Aufnahmen und Gimbal-Einsätze aufgrund des reduzierten Gewichts gegenüber traditionellen Anamorphoten.
Technische Details
Verfügbare Brennweiten umfassen typischerweise 25mm, 32mm, 40mm, 50mm, 65mm und 100mm. Die Objektive arbeiten mit T-Blenden von T2 bis T22 und verfügen über standardisierte Zahnkränze für Follow Focus-Systeme sowie einheitliche 95mm Frontgewinde für Mattebox-Systeme.