Weiterentwicklung der ARRI Alexa mit verbessertem Sensor und 4K-Aufzeichnung — Standard für High-End-Produktionen.
Technische Details
Der ALEV III-Sensor misst 23,76 × 13,365mm und liefert eine maximale Auflösung von 3424 × 2202 Pixeln. Die Kamera arbeitet mit nativen ISO-Werten von 800/1600 und erreicht einen Signal-Rauschabstand von über 74dB. Interne Aufzeichnung erfolgt auf CFast 2.0-Karten in ProRes-Formaten (422, 422 HQ, 4444, 4444 XQ) oder via Codex Compact Drive in ARRIRAW. Die SXT bietet drei Modellvarianten: SXT W (Studio), SXT Plus (ENG-Style) und SXT M (kompakte Bauform). Das Gehäuse wiegt je nach Variante zwischen 3,2kg (M) und 4,2kg (Plus).
Geschichte & Entwicklung
ARRI präsentierte die Alexa SXT im Februar 2016 auf der NAB als direkten Nachfolger der Alexa XT-Serie. Die Entwicklung zielte auf höhere Bildfrequenzen und verbesserte Workflow-Integration ab. 2018 folgte ein Firmware-Update, das 4K UHD-Modi für Streaming-Plattformen hinzufügte. Die SXT markierte ARRIs letztes großes Update der klassischen Alexa-Plattform vor der Einführung der Alexa LF 2018.
Praxiseinsatz im Film
Bekannte Produktionen wie "Blade Runner 2049" (Roger Deakins), "The Shape of Water" (Dan Laustsen) und "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" (Ben Davis) setzten die Alexa SXT ein. Die Kamera eignet sich besonders für Slow-Motion-Sequenzen durch die 120fps-Fähigkeit und für HDR-Workflows durch den erweiterten Farbraum. Cinematographer schätzen die konsistente Farbwiedergabe zwischen verschiedenen Alexa-Generationen, was Kameramischungen in Produktionen vereinfacht.
Vergleich & Alternativen
Die SXT konkurriert direkt mit RED Weapon 8K und Sony Venice, bietet jedoch ARRIs charakteristische Hautton-Wiedergabe und bewährte Workflow-Stabilität. Gegenüber der Vorgänger-XT Serie verdoppelte ARRI die Bildfrequenzen und verbesserte die Codec-Effizienz. Als Nachfolger etablierte sich 2018 die Alexa LF mit Vollformat-Sensor, während die SXT heute als bewährte S35-Option für Produktionen mit klassischen Brennweiten-Setups dient.