Zoom-Objektive von ARRI mit einheitlichem T2.8 über den gesamten Brennweitenbereich — optimiert für digitale Sensoren.
Brennweiten (Zoom)
| 15.5-45 | 18-80 | 45-250 |
|---|---|---|
| T2.8 | T2.6 | T2.6 |
| 0,45m | 0,75m | 1,20m |
| 2,6kg | 2,9kg | 3,9kg |
| 114 | 114 | 114 |
| 100°–48° | 90°–27° | 48°–9° |
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PL · S35/FF · 280° Fokus · 120° Zoom
Technische Details
Drei Zoom-Objektive decken 15,5-250mm ab. 12-16 Linsen mit asphärischen Elementen und Fluorit-Glas. Einheitlicher 114mm-Frontdurchmesser. T-Stop nahezu konstant über den gesamten Zoombereich (±0,1-0,2 Stufen). Sanfte Highlights, organischer Bokeh-Verlauf. Entwickelt mit Fujinon-Technologie.
Geschichte & Entwicklung
ARRI stellte die ersten Alura-Objektive 2011 auf der NAB vor, als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach kompakten, hochwertigen Zooms für die neuen digitalen Kinokameras wie die ALEXA. 2013 folgte das 45-250mm Telezoom, 2016 das Weitwinkel 15.5-45mm. Die Entwicklung endete 2019, als ARRI den Fokus auf die neue Signature Prime-Serie verlagerte. Die Alura-Objektive entstanden in Zusammenarbeit mit Fujinon und nutzen teilweise deren optische Technologien, jedoch mit ARRI-spezifischen Beschichtungen und mechanischen Präzisionskomponenten.
Praxiseinsatz im Film
Kameraleute schätzen die Alura-Serie für Handheld- und Steadicam-Aufnahmen, wo das geringe Gewicht entscheidend ist. Christopher Nolan verwendete Alura-Objektive für Dialogszenen in "Interstellar" (2014), da sie schnelle Brennweitenänderungen ohne Objektivwechsel ermöglichen. Die Netflix-Serie "Stranger Things" setzte das 18-80mm durchgängig für Innenaufnahmen ein. Der sanfte Fokusübergang macht die Objektive ideal für Follow-Focus-Systeme, während die konstante Frontlinse Mattebox- und Filterwechsel überflüssig macht. Typische Workflows kombinieren zwei Alura-Zooms (meist 18-80mm und 45-250mm) mit wenigen Festbrennweiten.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu schwereren Cine-Zooms wie den ARRI Master Primes verzichtet die Alura-Serie auf extreme Lichtstärke zugunsten von Portabilität. Direkte Konkurrenten sind die Fujinon Cabrio-Serie und Canon CN-E Zooms, die jedoch andere optische Charakteristika aufweisen. Seit 2020 empfiehlt ARRI als Nachfolger die Signature Zoom-Serie, die jedoch deutlich teurer ist. Für Budgetproduktionen bleiben Alura-Objektive auf dem Gebrauchtmarkt eine praktikable Alternative zu modernen Optiken, besonders für Documentary-Style-Produktionen oder schnelle Dreharbeiten.