Legendäres Zoomobjektiv aus den 1960ern — 10:1-Zoom mit hervorragender Optik für 16mm-Kameras. Setzte Standard für mobiles Dokumentarfilm-Equipment und wird bis heute geschätzt.
Was das EZ-2 ist
Das EZ-2 ist das weitwinklige der beiden Angénieux-EZ-Zooms. Im Super-35-Kreis deckt es 15 bis 40 mm ab, durchgehend bei T2.0 — genau die Brennweiten, die ich für Innenräume, Dialoge in engen Sets und bewegte Handkamera am häufigsten brauche. Das Geschwister, das EZ-1, übernimmt mit 30–90 mm den längeren Bereich; zusammen decken die beiden den Alltag einer Produktion ab, ohne dass ich ein komplettes Festbrennweiten-Set mitschleppen muss.
Ein Objektiv, zwei Bildkreise
Der eigentliche Kniff sitzt hinten. Über das IRO-System (Interchangeable Rear Optics) tausche ich die hintere Linsengruppe und mache aus dem Super-35-Zoom ein Full-Frame-/VistaVision-Zoom: dann liegt der Bereich bei 22–60 mm und die Lichtstärke bei T3.0. Der Wechsel passiert im Verleih oder in der Kamerabühne, nicht mal eben zwischen zwei Einstellungen — aber er heißt, dass dasselbe Glas mit S35- und Großformat-Sensoren mitwächst.
In der Praxis
Mit rund 2,5 kg und wechselbarem Mount (PL, EF und weitere) ist das EZ-2 leicht genug für Gimbal und Schulter und bleibt trotzdem ein echtes Cine-Zoom mit Zahnkränzen für Follow-Focus und Zoom. Es spielt nicht in der Liga eines Optimo, und das sieht man an Randschärfe und Vignettierung bei Offenblende — aber für den Preis bekomme ich einen konstanten T-Stop über den ganzen Zoombereich und eine Bildanmutung, die sich sauber mit anderen Angénieux-Optiken schneiden lässt.