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Airstar
Licht · Begriffe

Airstar

Murnau AI illustration
balloon light para frame

Aufblasbarer Lichtballon für sehr weiches Fülllicht über große Flächen. Kommt für Nachtaußen-Drehs oder Stadion-Setups zum Einsatz, wenn ein klassischer Krähenhorst zu auffällig wäre.

Überblick

Airstar ist ein französischer Hersteller von Ballon-Leuchten, sogenannten Lichtballons (englisch balloon lights oder lighting balloons). Das Unternehmen gilt als Erfinder und Wegbereiter des Ballonlichts für die Filmbeleuchtung und ist seit über 30 Jahren in diesem Bereich aktiv. Eine Ballon-Leuchte besteht aus einer leuchtmittelbestückten Hülle aus diffusem, lichtdurchlässigem Gewebe, die mit Luft oder Helium gefüllt wird. Das Leuchtmittel im Inneren strahlt durch die Hülle und erzeugt ein sehr weiches, gleichmäßiges Licht, das den Raum nahezu schattenfrei und rundum (360 Grad) ausleuchtet. Über Airstar America (mit Standorten in Orlando, Florida und Sylmar, Kalifornien) ist die Marke auch auf dem nordamerikanischen Markt vertreten.

Produktfamilien

Airstar bietet mehrere Baureihen speziell für Film, Video und Foto an. Die Hülle bestimmt dabei die Lichtcharakteristik, das Leuchtmittel die Lichtstärke und Farbtemperatur.

  • Sphere / Ellipse – kugel- bzw. ellipsenförmige Ballons für rundum diffuses Grundlicht.
  • Tube – längliche, röhrenförmige Lichtquelle.
  • Pad und Grip Pad – flache Ballon-Softlights für gerichtetes, weiches Flächenlicht.
  • NEO Film / NEO Pad – kompaktere LED-Baureihe für Film und Video.
  • Infinity – neuere LED-Generation mit RGB-Farbmischung und Steuerung per DMX/CRMX sowie App.

Als Leuchtmittel kommen je nach Modell Tungsten (Glühlicht), HMI (Tageslicht-Entladungslampen) oder LED zum Einsatz. Die Befüllung erfolgt modellabhängig mit Luft (selbsttragend durch Innendruck) oder mit Helium (schwebend).

Einsatz am Set

Ballon-Leuchten von Airstar werden vor allem dort eingesetzt, wo herkömmliche Scheinwerfer schwer zu positionieren sind: bei Nacht-Außendrehs, in schwer auszuleuchtenden Räumen, an historisch geschützten Locations sowie im Studio. Vorteile sind das weiche, blendfreie Rundumlicht, das geringe Gewicht und die flexible Positionierung – etwa hängend an Kran oder Rigg, auf einem Stativ oder, bei Heliumfüllung, frei schwebend über der Szene. Laut Hersteller wurde die Technik unter anderem bei Produktionen wie Titanic, Mission: Impossible und Pirates of the Caribbean verwendet.

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