Umfunktionierter Flugzeuglandescheinwerfer — extrem helles Punktlicht mit enger Bündelung für dramatische Effekte.
Überblick
ACL steht für Aircraft Landing Light (Flugzeug-Landescheinwerfer). Es handelt sich nicht um ein klassisches Filmscheinwerfer-Modell, sondern um eine ursprünglich für die Luftfahrt entwickelte, versiegelte PAR-Lampe (Sealed-Beam mit eingebautem Parabolreflektor), die in der Bühnen-, Konzert- und Filmbeleuchtung zweckentfremdet wird.
Das prägende Merkmal der ACL ist ihr extrem schmaler, nahezu paralleler Lichtstrahl. Anders als ein normaler PAR-Spot, der leicht streut, bündelt der Reflektor das Licht zu einem fast kollimierten Bündel. Dadurch bleibt der Strahl über große Distanz schmal und scharf abgegrenzt – ideal für sichtbare "Beam"-Effekte, etwa wenn der Lichtstrahl durch Nebel/Haze geschickt wird.
Technische Grundlagen
ACL-Lampen sind als versiegelte Sealed-Beam-Einheiten aufgebaut und in den typischen PAR-Baugrößen PAR36 und PAR64 verbreitet. Sie laufen auf einer Niederspannung von 28 V (Gleichstrom in der Luftfahrt) – diese Spannung stammt aus dem Bordnetz von Flugzeugen.
Eine geläufige Type ist die GE 4552 (PAR64, 28 V, 250 W). Daneben existieren ACL-Lampen anderer PAR-Größen sowie höherer Wattagen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bezeichnung | ACL = Aircraft Landing Light |
| Bauform | Sealed-Beam PAR (mit Parabolreflektor) |
| Verbreitete PAR-Größen | PAR36, PAR64 |
| Betriebsspannung | 28 V |
| Beispiel-Type | GE 4552 – PAR64, 28 V, 250 W |
| Strahlcharakteristik | sehr schmal, nahezu parallel (kollimiert) |
Einsatz am Set und auf der Bühne
Weil ACL-Lampen nur 28 V vertragen, lassen sie sich nicht direkt an die übliche Netzspannung anschließen. In der Praxis werden daher klassisch vier ACL-Lampen in Reihe geschaltet (4 × 28 V ≈ 112 V), sodass sie näherungsweise an 120-V-Netzen betrieben werden können. Dafür gibt es vorkonfektionierte ACL-Bars – Leisten mit vier fest verdrahteten PAR64-ACL-Einheiten.
Eingesetzt werden ACLs vor allem dort, wo harte, gerichtete Strahlen sichtbar gemacht werden sollen – als Beam-Effekt in Konzert- und Musikvideo-Looks sowie für scharf abgegrenzte Lichtkegel. Für den Filmlook liefern sie ein hartes, gerichtetes Licht mit geringem Streuanteil.
LED-Nachfolger
Heute wird die Bezeichnung "ACL" auch für moderne LED-Effektscheinwerfer verwendet, die den charakteristischen schmalen ACL-Beam nachbilden (teils mit sehr engen Abstrahlwinkeln). Diese arbeiten direkt an Netzspannung bzw. mit eigener Stromversorgung und ersetzen die alten 28-V-Reihenschaltungen, behalten aber den optischen Beam-Look bei.