Farbtiefe mit 256 Stufen pro Farbkanal, ergibt 16,7 Millionen mögliche Farben.
Überblick
8-bit bezeichnet in der Kamera- und Videotechnik die Farbtiefe (engl. bit depth
Die Farbtiefe ist nicht mit der Auflösung (Pixelanzahl) zu verwechseln: Sie beschreibt, wie fein Farb- und Helligkeitsverläufe quantisiert werden, nicht wie viele Bildpunkte vorhanden sind. 8-bit ist die klassische Farbtiefe vieler Auslieferungsformate (Broadcast, Web, gängige H.264-Codecs) und steht in der Hierarchie unter 10-bit und 12-bit.
Technische Daten
Aus den 256 Abstufungen je Kanal ergibt sich die Gesamtzahl darstellbarer Farben durch Kombination aller drei Kanäle:
| Farbtiefe | Abstufungen pro Kanal | Darstellbare Farben (gesamt) |
|---|---|---|
| 8-bit | 256 (2⁸) | ca. 16,7 Millionen (256³ = 16.777.216) |
| 10-bit | 1.024 (2¹⁰) | über 1 Milliarde |
| 12-bit | 4.096 (2¹²) | mehrere Milliarden |
Die Farbtiefe wird in der Praxis meist zusammen mit der Chroma-Unterabtastung angegeben (z. B. 8-bit 4:2:0 oder 10-bit 4:2:2), die separat festlegt, wie stark die Farbinformation gegenüber der Helligkeit reduziert wird.
Einsatz am Set
8-bit-Material ist breit unterstützt, erzeugt vergleichsweise kleine Dateien und ist hardwareschonend bei Aufnahme und Schnitt. Für schnelle Produktionen, Broadcast und Online-Auslieferung ist es weit verbreitet.
Die begrenzte Zahl von 256 Abstufungen je Kanal führt jedoch bei feinen Tonwertverläufen – etwa in Himmelsflächen oder Hautübergängen – leichter zu sichtbarem Banding (Stufenbildung). Für aufwändige Farbkorrektur, Log-Aufzeichnung und HDR mit großem Farbraum bietet 8-bit deutlich weniger Reserven als 10-bit oder 12-bit, weshalb anspruchsvolle Produktionen die höhere Farbtiefe bevorzugen.