Extrem lichtstark manuell fokussierendes Cine-Objektiv mit beeindruckender Lichtsammelkraft zu einem Bruchteil der Kosten von Premium-Marken, liefert weiches Bokeh und praktische Handhabung für unabhängige Filmemacher.
Überblick
Das 7Artisans 50mm f/1.1 ist ein manuelles Festbrennweiten-Objektiv (Normalbrennweite) des chinesischen Herstellers 7Artisans (7artisans Photoelectric). Es wurde primär als preisgünstige, extrem lichtstarke Alternative für Leica-M-Messsucherkameras entwickelt, wird in der Film- und Videopraxis aber häufig per Adapter an spiegellose Systemkameras (z. B. Sony E, Leica/Panasonic L, Fujifilm X) adaptiert. Es handelt sich nicht um ein dediziertes Cine-Objektiv: Es besitzt keine genormten 0,8er-Zahnkränze für Follow-Focus, keine Blendendokumentation per Anschluss und keinen parfokalen Aufbau. Sein Reiz für bewegte Bilder liegt in der hohen Anfangsöffnung von f/1.1, dem rein mechanischen, voll manuellen Aufbau und dem charakteristischen Bildlook der Sonnar-nahen Rechnung.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | 7Artisans (7artisans Photoelectric) |
| Brennweite | 50 mm (Normalbrennweite) |
| Bajonett | Leica M (Messsucher) |
| Bildkreis | Kleinbild / Vollformat |
| Blendenbereich | f/1.1 – f/16 |
| Optischer Aufbau | 7 Linsen in 6 Gruppen (Sonnar-Typ) |
| Blendenlamellen | ca. 12 (Quellenangaben schwanken zwischen 12 und 13) |
| Naheinstellgrenze | 0,7 m |
| Filtergewinde | 55 mm |
| Gewicht | ca. 400 g |
| Fokus | manuell (rein mechanisch) |
Einsatz am Set
Im Video- und Independent-Filmbereich wird das Objektiv vor allem als günstige, sehr lichtstarke Optik für Available-Light- und Low-Budget-Drehs eingesetzt. Die Offenblende f/1.1 erlaubt Aufnahmen bei wenig Licht und liefert ein flaches Schärfentiefe-Profil mit ausgeprägtem Bokeh; bei Offenblende sind weiche Zeichnung und sichtbare Bildfehler (u. a. Vignettierung, Glow) typisch und werden teils als stilistischer Look genutzt. Da der Fokus rein manuell und der Fokusweg eher kurz ausgelegt ist, eignet sich das Objektiv eher für statische Einstellungen als für präzise Schärfeverlagerungen. Für den professionellen Set-Einsatz fehlen Cine-Merkmale wie Zahnkränze, lineare Fokusskala mit langem Weg und einheitliche Frontdurchmesser; für mattebox- und follow-focus-basierte Workflows sind daher Zusatzlösungen erforderlich.