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VFX

Einbrennen

Burn-in
Murnau AI illustration
bake in film burn effects animation practical effects floor effects special effect blow up

Permanente Überblendung von Text, Timecode oder Logos direkt ins Bildmaterial — meist für Screening-Kopien oder Rohschnitt. Nicht nachträglich zu entfernen.

Text oder Timecode wird direkt ins Bildmaterial eingebrannt, wenn sichergestellt sein soll, dass er bei jeder Kopie, jedem Export, auf jedem Gerät sichtbar bleibt — unabhängig davon, wer die Datei später bearbeitet. Das ist die kernigste Definition: eine permanente, nicht zu trennende Überblendung. Im Gegensatz zu Overlays, die in der Timeline flexibel an- und ausgeschaltet werden können, wird das Einbrennen physikalisch ins Pixel-Material geschrieben. Danach gibt es kein Zurück.

Der typische Anwendungsfall: Eine Rohschnitt-Version geht an Regie oder Produktion, und es muss erkennbar sein, dass es sich um KEIN finales Master handelt. Also wird unten rechts ein roter Timecode eingebrannt — oder im Extremfall ein Wasserzeichen-Text wie "ROHSCHNITT — NICHT ZUR VERÖFFENTLICHUNG". Gleiches gilt für Screening-Kopien: Studio-Vorführungen, Festivals, internationale Vertriebsversionen — hier wird oft ein Logo, die Sprache oder eine Kennzeichnung eingebrannt. Das hat historisch seinen Grund: In der analogen Ära war das die einzige Methode, um Informationen dauerhaft zu sichern. Heute geschieht es aus Dokumentations- und Schutzgründen.

In der Praxis wird meist Compositing-Software wie After Effects, DaVinci oder direkt der NLE verwendet. Eine Text-Layer wird über das gesamte Footage gelegt, per «Merged Layers» oder «Flatten Video» zusammengeführt — und dann neu exportiert. Das Quell-Material bleibt unangetastet in den Archiven; nur die Export-Version enthält den gebrannten Content. Ein häufiger Fehler ist, das Einbrennen zu spät anzusetzen — nach dem Color-Grading etwa — weil die VFX dann doppelt sichtbar sind oder mit der Farbbearbeitung kollidieren.

Skalierung und Opazität verdienen Aufmerksamkeit: Ein zu aggressiv gebrannter Timecode kann Szenen unleserlich machen, ein zu blasses Logo wird im Kino übersehen. Und sobald eingebrannt ist, ist es weg — wenn die Regie nachträglich den Timecode entfernt haben will, muss von der Original-Datei neu exportiert werden. Deshalb ist das Einbrennen die letzte Station vor dem finalen Export — oder die Information wandert ins Metadaten-Label statt ins Bild, sofern die Situation das erlaubt.

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