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Blackmagic URSA
Kamera · Equipment

Blackmagic URSA

Murnau AI illustration
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Professionelle 12K Cinema-Kamera mit Super35-Sensor, 14 Blendenstufen Dynamikumfang und integrierter BRAW-Codierung für kostengünstigen RAW-Workflow.

Geschichte & Entwicklung

Blackmagic Design kündigte die erste URSA im April 2014 für 5.995 Dollar an – ein Bruchteil vergleichbarer Kinokameras. Die kompaktere URSA Mini folgte 2015, die URSA Mini Pro 2017 mit verbesserter Ergonomie und Dual-ISO-Technologie. 2020 revolutionierte die 12K-Version den Markt als erste bezahlbare Kamera dieser Auflösung. Parallel entwickelte Blackmagic die DaVinci Resolve Software als kostenloses Komplettpaket für Schnitt, Colorgrading und Audio-Post.

Praxiseinsatz im Film

Die URSA Mini Pro kam in Spielfilmen wie "The Mandalorian" (Staffel 1) für bestimmte Sequenzen zum Einsatz, ebenso in "Avengers: Endgame" für VFX-Plates. Dokumentarfilmer schätzen das kompakte Format und die lange Akkulaufzeit von bis zu 2 Stunden. Der 12K-Sensor ermöglicht extremes Reframing in der Post-Production und 8K-Delivery aus vollem Sensor-Readout. Typische Workflows nutzen Blackmagic RAW in Constant Quality oder Constant Bitrate, direkte Integration in DaVinci Resolve erfolgt ohne Transkodierung.

Vergleich & Alternativen

Konkurrierende Kameras wie RED Komodo oder Sony FX9 bieten ähnliche Spezifikationen bei deutlich höheren Preisen. Die ARRI Alexa Mini LF übertrifft die URSA in Dynamikumfang und Low-Light-Performance, kostet jedoch das Zehnfache. Canon C70 oder Sony FX6 positionieren sich als dokumentartaugliche Alternativen mit besserem Autofokus. Die URSA punktet durch das Preis-Leistungs-Verhältnis und vollständige Integration in die Blackmagic-Pipeline von Kamera bis Postproduktion.

Technische Daten

Sensor & Auflösung

ParameterWert
SensortypSuper35 CMOS
Auflösung12.288 x 6.480 Pixel (12K)
Sensorgröße80 Megapixel
Pixelgröße3,8 µm
Sensor-Architektur12-Bit ADC

Dynamikumfang & ISO

Dynamikumfang: 14 Blendenstufen

Native ISO: 800 ASA

Extended ISO: 100 – 25.600 ASA (mit Gain-Kompensation)

Dual-ISO-Modus: 400/3200 ASA (äquivalente Rauschcharakteristiken)

Aufzeichnungsformate & Auflösungen

ResolutionMaximale FramerateCodec-Optionen
12K (12.288 x 6.480)60 fpsBRAW (Q0-Q5), ProRes, DNxHD
8K (8.192 x 4.320)120 fpsBRAW, ProRes, DNxHD
6K (6.144 x 3.456)120 fpsBRAW, ProRes, DNxHD
4K (4.096 x 2.160)240 fpsBRAW, ProRes, DNxHD

Aufzeichnungs-Codecs

Blackmagic RAW (BRAW): Q0, Q1, Q3, Q5, 5:1, 8:1, 12:1, 18:1 Kompression (12-Bit non-linear)

Apple ProRes: ProRes 422 HQ, 422, 422 LT, 422 Proxy

Avid DNx: DNxHR HQX, HQ, SQ, LB

Speichermedien: CFast 2.0, SD/UHS-II, USB-C externe SSD

Verschluss & Frame Rates

Verfügbare Framerates: 23,98 | 24 | 25 | 29,97 | 30 | 50 | 59,94 | 60 fps

Rolling Shutter: ~12 ms bei 24 fps

Verschlusstyp: Elektronischer Global-Shutter

Optik & Mount

Objektivanschluss: Canon EF oder PL (modellabhängig)

ND-Filter (intern): 2 Stops, 4 Stops, 6 Stops

Filtermechanismus: Motorisiert, Fernbedienung möglich

Gehäuse & Gewicht

Bauform: Kompaktblock mit Handgriff

Gewicht: 2,4 kg (Kameragehäuse ohne Objektiv)

Abmessungen: 266 x 168 x 177 mm

Material: Magnesium-Legierung, gummierte Griffe

Stromversorgung & Audio

Batterie: Canon LP-E6 / LP-E6N (1-2 Stunden Laufzeit)

Externe Stromversorgung: 12V DC via XLR oder USB-C

Audio-Eingänge: 2x XLR (3-Pin, Phantom-Power 48V wählbar)

Audio-Ausgang: 3,5mm Klinken-Monitor

Monitoring & LCD

Viewfinder: HDMI-Out für externe Monitore (Full HD)

LCD: 5 Zoll Touchscreen (bei Pro-Modellen), 1.500 cd/m² Helligkeit

Timecode: Interner Generator, Timecode-In (BNC)

Aktuelles

Blackmagic hat mit der URSA Cine 17K 65 eine neue Spitzenklasse-Variante vorgestellt, die mit einem 17K Large Format-Sensor und 8K 120fps-Ausgabe für 28.000 Dollar deutlich über der ursprünglichen 12K-Version positioniert ist. Tests bestätigen eine starke Rauschperformance bis ISO 25.600. Die Kamera richtet sich an High-End-Produktionen mit speziellen Large Format-Objektiven.

Aktuelles

Mit der URSA 17K erweitert Blackmagic Design 2024 die Kameraserie um das bislang leistungsstärkste Modell. Die Kamera erreicht 17K-Auflösung bei 120fps und verfügt über verbesserte High-ISO-Rauschunterdrückung. Der Preis von 28.000 USD positioniert sie im professionellen Segment zwischen etablierten Cinema-Kameras und prosumer-orientierten Modellen.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich nutze die URSA Mini Pro 12K hauptsächlich für Corporate-Produktionen, wo das 12K-Material extremes Cropping und Stabilisierung in der Post ermöglicht. Die eingebauten ND-Filter sparen mir Zeit beim Rigging, aber die Rolling-Shutter-Artefakte bei schnellen Schwenks zwingen mich zu bewussteren Kamerabewegungen. Das Dual-ISO-System bei 400 und 3200 ASA gibt mir deutlich mehr Flexibilität bei Available-Light-Situationen.

Regisseur

Für mich ist die 12K-Auflösung ein narratives Werkzeug – ich kann aus einer statischen Einstellung mehrere Schnittgrößen generieren und so spontaner im Schnitt agieren. Die Möglichkeit, nachträglich Kamerafahrten zu simulieren oder Details herauszuzoomen, verändert meine Herangehensweise an die Shotlist. Bei Schauspielern funktioniert die kompakte Bauform weniger einschüchternd als große Kinokameras.

Produzent

Die URSA Mini Pro amortisiert sich bereits nach wenigen Produktionen gegenüber RED-Miete und eliminiert teure Medienkosten durch günstige CFast-Karten. Der Blackmagic-Workflow reduziert Post-Kosten erheblich, da DaVinci Resolve kostenlos ist und RAW-Material direkt verarbeitet. Allerdings erfordert 12K-Material deutlich mehr Speicherplatz und Rechenleistung, was IT-Infrastruktur-Investitionen nach sich zieht.

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