Optikhaus aus Rochester, New York, gegruendet 1853. Baute mit Raytar, Baltar und Super Baltar drei Generationen Kinooptik — und lieferte die Anamorphoten der ersten CinemaScope-Filme.
Bausch & Lomb wurde 1853 in Rochester, New York gegründet — John Jacob Bausch eröffnete ein Geschäft für optische Waren, Henry Lomb streckte ihm 60 Dollar zur Erweiterung vor. Aus dieser Anleihe wurde eines der einflussreichsten Optikhäuser Amerikas.
Drei Generationen Kinooptik
- Raytar (1931) — die erste Reihe für Bewegtbild
- Baltar (1940) — entstanden unter dem Optiker Wilbur B. Rayton, die Reihe, die den Namen bekannt machte
- Super Baltar (um 1960) — gerechnet für die Mitchell R-35 Reflex und ausdrücklich auf Farbe hin optimiert
Dazu die Anamorphoten für die ersten CinemaScope-Filme — also für den Moment, in dem das Breitbild ins Kino kam.
Warum es keinen originalen Satz zu mieten gibt
Der Super Baltar wurde nicht als fertiges Objektiv verkauft, sondern als optische Einheit mit Blende — ohne Bajonett und ohne Fokussiereinrichtung. Beides kam vom Kamerahersteller oder aus der Werkstatt.
Genau deshalb ist heute jeder im Umlauf befindliche Satz ein Rehousing. Wer Super Baltars mietet, mietet Glas von Bausch & Lomb in einer Fassung von TLS, Zero Optik oder einem anderen Haus — und welche Fassung es ist, entscheidet über Frontdurchmesser, Fokusweg und Anschluss, also über alles, was am Set zählt.
Die Fertigung fotografischer Optik endete in den 1970er und 1980er Jahren. Das Unternehmen besteht bis heute, aber in einem anderen Feld: Augenheilkunde und Kontaktlinsen.
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