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Atomos Shogun
Kamera · Equipment

Atomos Shogun

Murnau AI illustration
atomos flow para roll take

Atomos Shogun: 7-Zoll-Monitor-Recorder mit 4K60p-Aufzeichnung — für professionelle Kameras mit SDI/HDMI-Ausgang.

Technische Details

Das Gerät verfügt über einen 7-Zoll-IPS-Touchscreen mit 1920×1200 Pixelauflösung und 350 cd/m² Helligkeit. Aufzeichnung erfolgt in Apple ProRes (422, 422 HQ, 422 LT, 422 Proxy) und Avid DNxHR-Codecs auf 2,5-Zoll-SSDs oder CFast-Karten. HDMI 1.4 und 3G-SDI-Eingänge unterstützen 4K bis 30fps, HD bis 60fps und 2K bis 60fps. Der interne Akku (NP-F770) ermöglicht etwa 2 Stunden Betrieb, externe Stromversorgung erfolgt über 12-24V DC. Monitoring-Features umfassen Waveform, Vectorscope, Histogram, False Color, Zebra und Focus Peaking. Das Aluminiumgehäuse wiegt 875 Gramm.

Geschichte & Entwicklung

Atomos brachte den Shogun im Herbst 2014 als ersten 4K-External-Recorder der Ninja-Familie auf den Markt. 2015 folgte der Shogun Flame mit verbesserter HDR-Unterstützung und 1500 cd/m² Helligkeit. Der Shogun Studio (2016) erweiterte das Konzept um 12G-SDI und Rack-Montage-Fähigkeiten. 2017 wurde die Produktlinie durch den Sumo 19" abgelöst, während 2019 der kompaktere Ninja V die 5-Zoll-Kategorie neu definierte. Die ursprüngliche Shogun-Serie stellte Atomos 2020 zugunsten der Ninja V+ Serie ein.

Praxiseinsatz im Film

Dokumentarfilmer nutzen den Shogun primär für die Aufzeichnung von Canon 5D Mark IV oder Sony A7S-Signalen in höherer Qualität als die interne Komprimierung. Bei Low-Budget-Spielfilmen ermöglicht das Gerät ProRes-Workflows auch mit Consumer-Kameras. Der große Monitor erleichtert Focus Pulling und Bildkontrolle bei Ein-Person-Crews. Problematisch sind das zusätzliche Gewicht bei Handkamera-Arbeiten und die begrenzte Akkulaufzeit bei Außendrehs. Die SSD-Aufzeichnung reduziert Medienkosten gegenüber professionellen Recordern mit P2- oder XQD-Karten erheblich.

Vergleich & Alternativen

Der Shogun positioniert sich zwischen günstigen HDMI-Recordern wie dem Blackmagic Video Assist und professionellen Geräten wie dem Convergent Design Odyssey 7Q+. Gegenüber dem kleineren Atomos Ninja Assassin bietet er 4K-Aufzeichnung und SDI-Eingänge. Moderne Alternativen sind der Atomos Ninja V+ mit besserer HDR-Unterstützung oder der Blackmagic Video Assist 12G für höhere Frameraten. Interne 4K-Aufzeichnung aktueller Kameras macht External Recorder weniger zwingend, ProRes-Workflows und Monitoring-Features bleiben jedoch relevante Argumente für dedizierte Geräte.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Der Shogun erweitert meine Sony A7S um echte 10-Bit-Aufzeichnung und gibt mir endlich einen brauchbaren Monitor für präzise Belichtungskontrolle. Das False Color und die Waveform-Anzeige helfen mir besonders bei Available Light-Situationen, die korrekte Belichtung ohne Zebra-Flimmern zu beurteilen. Allerdings macht das zusätzliche Gewicht Gimbal-Arbeiten deutlich anspruchsvoller.

Regisseur

Mit dem externen Monitor kann ich während der Aufnahme viel besser die Bildkomposition und Schauspieler-Performance beurteilen, ohne ständig auf das kleine Kamera-Display schauen zu müssen. Die Möglichkeit, Playback direkt am Set zu machen, beschleunigt Entscheidungen über weitere Takes erheblich. Bei Interviews schätze ich die diskrete Positionierung des Monitors abseits der Kamera.

Produzent

Der Shogun kostet etwa 1.500 Euro und amortisiert sich durch eingesparte Rental-Kosten professioneller Recorder bereits nach wenigen Drehtagen. Die günstigen SSD-Medien reduzieren die Materialkosten pro Drehtag um etwa 60% gegenüber P2-Karten. Allerdings benötige ich zusätzliche Akkus und einen robusten Transport-Case, was weitere 400 Euro Budget bedeutet.

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