Kameramann
1.90:1 ist ein Kompromiss. Ich komponiere für 1.43:1, weil ich weiß, dass echte IMAX-Kinos das volle Bild zeigen. Für die digitalen Säle wird dann oben und unten beschnitten – ich verliere 25% meiner vertikalen Komposition.
Das Seitenverhältnis des digitalen IMAX-Systems (1.90:1 ≈ 17:9). Breiter als das originale 1.43:1 Film-IMAX, aber schmaler als Cinemascope. Standard für IMAX Digital und Multiplex-IMAX-Säle – oft kritisch als reduziertes Format betrachtet.
1.90:1 ist das Standard-Seitenverhältnis für IMAX Digital Projektionen. Es wurde 2008 mit dem digitalen IMAX-System eingeführt und ist heute das dominierende Format in den meisten IMAX-Kinos weltweit.
Mathematisch entspricht 1.90:1 etwa 17:9 – breiter als 16:9 (1.78:1), aber deutlich schmaler als das originale IMAX-Verhältnis von 1.43:1.
| Format | Verhältnis | Höhe (bei 100 Breite) | Verwendung |
|---|---|---|---|
| IMAX 15/70 | 1.43:1 | 70 | Film-IMAX, IMAX GT |
| IMAX Digital | 1.90:1 | 53 | Multiplex-IMAX |
| Standard HD | 1.78:1 | 56 | Fernseher |
| Cinemascope | 2.39:1 | 42 | Kino Widescreen |
Die Entscheidung für 1.90:1 hatte praktische Gründe:
Technische Faktoren:
Wirtschaftliche Faktoren:
Bei Filmen, die für 1.43:1 gedreht wurden, bedeutet 1.90:1 einen Verlust von ~25% der Bildhöhe:
Original 1.43:1:
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│ VOLLBILD │
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└─────────────────────┘Beschnitten auf 1.90:1:
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│▓▓▓▓▓BESCHNITTEN▓▓▓▓▓│
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│ SICHTBAR │
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│▓▓▓▓▓BESCHNITTEN▓▓▓▓▓│
└─────────────────────┘Regisseure wie Christopher Nolan drehen im Open Matte Verfahren:
Bei "Oppenheimer" zum Beispiel sehen IMAX 15/70-Zuschauer mehr Himmel und Boden als digitale IMAX-Zuschauer.
Die für IMAX zertifizierte ARRI Alexa 65 nimmt nativ in 1.90:1 auf:
Diese Kameras können kein echtes 1.43:1 – nur die alten Filmkameras bieten das volle IMAX-Verhältnis.
Viele moderne IMAX-Filme wechseln zwischen Verhältnissen:
Beispiel "Dune" (2021):
Das Bild "öffnet sich" für wichtige Momente – ein visueller Effekt, der im Kino wirkt.
Vorteile:
Nachteile:
1.90:1 ist ein Kompromiss zwischen dem immersiven 1.43:1-Original und praktischen Anforderungen der digitalen Distribution. Für Filmemacher bedeutet es, dass sie für zwei Zielformate komponieren müssen – das volle IMAX und das reduzierte digitale IMAX.
Aktuelle Produktionen wie "Mission: Impossible - The Final Reckoning" nutzen das 1.90:1 Format gezielt für ausgewählte Sequenzen und expandieren dabei vom Standard-Cinemascope 2.39:1. Die Diskussion um die Entscheidung für 1.90:1 als digitalen IMAX-Standard bleibt in der Community kontrovers, da viele Kinobetreiber das vollere 1.43:1 Format bevorzugen würden. Während einige Theater weiterhin 70mm-Prints für das native 1.43:1 zeigen, dominiert 1.90:1 in den meisten Multiplex-IMAX-Installationen.
1.90:1 ist ein Kompromiss. Ich komponiere für 1.43:1, weil ich weiß, dass echte IMAX-Kinos das volle Bild zeigen. Für die digitalen Säle wird dann oben und unten beschnitten – ich verliere 25% meiner vertikalen Komposition.
Das Problem mit 1.90:1 ist, dass es fast wie 16:9 wirkt. Der Zuschauer merkt keinen großen Unterschied zu seinem Fernseher. Das immersive 'Fenster'-Gefühl von echtem IMAX geht verloren.
1.90:1 ist die Realität für 80% der IMAX-Zuschauer. Wir müssen unsere Filme für beide Verhältnisse optimieren – open matte für 1.43:1, aber so komponiert, dass 1.90:1 noch funktioniert.
1. Was beschreibt „1.90:1 IMAX Digital" am besten?
2. Zu welchem Department gehört „1.90:1 IMAX Digital"?
3. Wie viele verschiedene Fachperspektiven bietet dieser Eintrag?
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