Sowjetische Super-8-Kamera von KMZ (1981-1989) mit fest verbautem Karat 8-40mm f/1.2, SLR-Sucher und Belichtungsautomatik.
Die ZENIT Quarz 8 XL ist eine Super-8-Kamera aus sowjetischer Produktion, gebaut von KMZ (Krasnogorski Mechanitscheski Sawod) zwischen 1981 und 1989. Sie gehört zur Quarz-Reihe desselben Werks, das auch die 16-mm-Handkamera Krasnogorsk herstellt.
Ausstattung
Fest verbautes Zoom Karat 8-40 mm f/1.2 (5:1) mit Makrostellung, motorisch und von Hand verstellbar. Bildfrequenzen 9, 18 und 24 B/s plus Einzelbild. Spiegelreflexsucher, parallaxefrei, mit Mattscheibe. Belichtung wahlweise automatisch oder von Hand. Kein Ton. Stromversorgung aus sechs Mignonzellen, Gewicht rund 1250 g.
Was die Bauart erzwingt
Zwei Eigenschaften prägen die Arbeit mit dieser Kamera mehr als ihre Datenblattwerte. Die erste ist die Belichtungsautomatik: sie läuft schnell nach und erzeugt bei wechselndem Licht sichtbare Überstrahlungen. Wer sie abschaltet, arbeitet gegen die Bauart; wer sie laufen lässt, bekommt einen Bildfluss, in dem die Belichtung selbst zum Gestaltungsmittel wird.
Die zweite ist der Sucher. Er ist zwar ein Spiegelreflexsucher mit Mattscheibe, doch das Super-8-Bildfenster ist zu klein, um Schärfe zuverlässig zu beurteilen. In der Praxis wird deshalb über die Entfernungsskala gearbeitet. Hinzu kommt, dass ältere Kameras dieser Klasse häufig nicht parfokal sind: die Schärfe wandert beim Zoomen. Ein Testdreh vor der eigentlichen Arbeit ist bei einem unbekannten Exemplar keine Vorsicht, sondern Voraussetzung.
Einordnung
Gegenüber den japanischen Super-8-Kameras der Spitzenklasse liegt die Quarz 8 XL optisch zurück — was sie für Arbeiten interessant macht, die ein unruhigeres, weniger geschlossenes Bild suchen. Die Kamera ist damit weniger ein Werkzeug für kontrollierte Aufnahme als eines für eine Bildsprache, die Zufälle einplant.
Verwandte Begriffe
Quiz
1. Zu welchem Department gehört „ZENIT Quarz 8 XL"?