Kameramann
Aus DoP-Perspektive ist dieses Element essentiell für die visuelle Gestaltung. Es ermöglicht mir die gewünschte Farbstimmung und das ästhetische Bild konsistent umzusetzen.
Farbwiedergabe-Messstandard der IES — bewertet Lichtquellen anhand von 99 Testfarben, genauer als herkömmlicher CRI.
TM-30 (vollständig ANSI/IES TM-30, "IES Method for Evaluating Light Source Color Rendition") ist kein Gerät und keine Leuchte, sondern eine Mess- und Bewertungsmethode für die Farbwiedergabe von Lichtquellen. Sie wurde von der Illuminating Engineering Society (IES) erstmals 2015 als TM-30-15 veröffentlicht und in den Revisionen TM-30-18 und TM-30-20 weiterentwickelt.
TM-30 gilt als modernere und aussagekräftigere Alternative zum klassischen CRI (Farbwiedergabeindex Ra). Während CRI nur einen einzigen Mittelwert über wenige, meist ungesättigte Testfarben liefert, beschreibt TM-30 die Farbwiedergabe mit mehreren Kennzahlen und einer grafischen Darstellung. Für Film und TV ist das relevant, weil CRI bekanntermaßen gesättigte Farben und Hauttöne (insbesondere Rotanteile, vgl. den CRI-Wert R9) schlecht abbildet.
TM-30 stützt sich auf einen Satz von 99 Farbmustern (Color Evaluation Samples, CES), die einen weiten und gleichmäßig verteilten Farbraum abdecken und realen Objektfarben nachempfunden sind. Die getestete Lichtquelle wird gegen eine Referenzlichtquelle gleicher Farbtemperatur verglichen (Glühlampe/Tungsten im warmen Bereich, Tageslicht im kühlen Bereich).
Ergänzend liefert TM-30 hue-bin-bezogene Werte (16 Farbtonsegmente) sowie das Color Vector Graphic – eine kreisförmige Darstellung, die zeigt, in welche Richtung einzelne Farbtöne in Sättigung und Farbton verschoben werden. So lässt sich z. B. ablesen, ob eine Leuchte Rottöne übersteigert (Haut wirkt "sonnenverbrannt") oder abschwächt.
TM-30-Werte werden von Herstellern für LED-Leuchten zunehmend im Datenblatt angegeben. Für Lichtsetzer, Oberbeleuchter und DoPs dienen sie zur Beurteilung, wie naturgetreu eine Leuchte Farben und Hauttöne wiedergibt – besonders wichtig bei der Mischung verschiedener LED-Fixtures untereinander oder mit Tungsten- und HMI-Bestandsleuchten.
In der Praxis liest man Rf und Rg nicht isoliert, sondern zusammen mit dem Color Vector Graphic: Eine Leuchte kann einen hohen Rf-Wert haben und trotzdem einzelne Farbtöne deutlich verschieben. TM-30 ergänzt damit andere Film-spezifische Kennzahlen wie CRI/R9 und TLCI, ersetzt deren Beurteilung am Monitor aber nicht. Eine verbindliche, allgemeingültige Mindestschwelle für "filmtaugliche" Rf-/Rg-Werte gibt der Standard selbst nicht vor; die Bewertung hängt von Anwendung und Anspruch der Produktion ab.
Aus DoP-Perspektive ist dieses Element essentiell für die visuelle Gestaltung. Es ermöglicht mir die gewünschte Farbstimmung und das ästhetische Bild konsistent umzusetzen.
Diese professionelle Lösung erhöht die Produktionseffizienz und reduziert Post-Production-Anforderungen. Sie ermöglicht flexible, schnelle Anpassungen während des Drehs.
Als Gaffer ist dies ein unverzichtbares Werkzeug meines täglichen Handwerkszeugs. Es ermöglicht mir professionelle Lichtkontrolle und schnelle Anpassungen auf Set, was Zeit spart und Qualität sichert.
1. Zu welchem Department gehört „TM-30"?
2. Wie viele verschiedene Fachperspektiven bietet dieser Eintrag?
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