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Thypoch Simera-C
Kamera · Begriffe

Thypoch Simera-C

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Professionelle digitale Filmkamera mit Super-35-Sensor — zeichnet 6K-RAW auf und bietet modularen Aufbau für dokumentarische und Spielfilmproduktionen.

Überblick

Die Simera-C ist eine Serie kompakter Cine-Festbrennweiten (Cine Primes) des chinesischen Herstellers Thypoch, der 2023 gegründet wurde und die erste Cine-Objektivserie in Kooperation mit DZOFILM auf den Markt brachte. Die Objektive decken das volle Vollformat (Full Frame) ab und sind als leichte, bezahlbare Alternative zu klassischen Cine-Optiken positioniert. Konstruktiv lehnt sich das Design an klassische Messsucher-Objektive (Rangefinder) an, kombiniert mit Cine-Funktionsmerkmalen wie geriffelten Zahnkränzen für Follow-Focus.

Charakteristisch für das Set ist ein weitgehend einheitlicher Frontdurchmesser von 67 mm bei den Brennweiten 16/21/28/35/50 mm sowie eine über diese Brennweiten weitgehend identische Position der Fokus- und Blendenringe. Das ermöglicht schnelle Objektivwechsel am Set, ohne Matte-Box, Follow-Focus oder Filter neu justieren zu müssen. Das längere 75 mm bildet hier die Ausnahme: Es besitzt einen Frontdurchmesser von 72 mm und weicht auch in den Abmessungen ab.

Technische Daten

Die folgenden Werte sind über Herstellerangaben und Fachpresse belegt. Brennweiten und Lichtstärke der Serie:

BrennweiteLichtstärke
16 mmT1.9
21 mmT1.5
28 mmT1.5
35 mmT1.5
50 mmT1.5
75 mmT1.5

Weitere Merkmale:

  • Bildkreis: ca. 43,2 mm (Vollformat / Full Frame)
  • Blende: 16 Lamellen (Iris-Blades) für rundes Bokeh
  • Fokusweg: 210° Drehwinkel, mit metrischer und imperialer (Fuß) Doppelskala
  • Frontdurchmesser: 67 mm bei 16/21/28/35/50 mm, 72 mm beim 75 mm. Der angegebene 67-mm-Wert bezeichnet den Front-Außendurchmesser, nicht das Filtergewinde – das eigentliche Filtergewinde der meisten Optiken beträgt M62x0.75.
  • Anschlüsse (Mounts): Sony E-Mount und Leica M-Mount; weitere Mount-Varianten angekündigt
  • Gewicht (E-/M-Mount): die mittleren Brennweiten liegen je nach Mount bei ca. 353–402 g (z. B. 50 mm ca. 353–369 g, 28 mm ca. 377–395 g); das gesamte Set reicht bis ca. 491 g (21 mm, E-Mount). M-Mount-Versionen sind rund 20–30 g leichter als die E-Mount-Pendants.

Einsatz am Set

Durch das geringe Gewicht und die kompakte Bauform eignet sich die Simera-C besonders für Gimbal-Setups (z. B. DJI Ronin 4D), Handheld-Arbeit und kompakte mirrorless/Cine-Kameras. Über den M-Mount lassen sich die Objektive zudem unkompliziert auf diverse professionelle Kamerasysteme adaptieren. Die einheitlichen Zahnkränze (geared rings) erlauben den Betrieb mit Follow-Focus- und Wireless-Lens-Control-Systemen.

Das weitgehend durchgängige Design (gleicher Frontdurchmesser, gleiche Ringpositionen) reduziert Rüstzeiten beim Brennweitenwechsel innerhalb der Brennweiten 16–50 mm und macht das Set für AC-Arbeit (1st/2nd AC) effizient handhabbar. Beim Wechsel auf das 75 mm ist der abweichende Frontdurchmesser (72 mm statt 67 mm) zu berücksichtigen.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Als Kameramann schätze ich an der Thypoch Simera-C besonders die kompakte Bauform, die mir mehr Flexibilität bei Handheld-Arbeiten gibt, ohne auf professionelle Cine-Features zu verzichten. Die einheitlichen Gehäuse und die präzisen Fokusringe ermöglichen mir schnelle Objektivwechsel und exakte Schärfenachführung auch unter schwierigen Drehbedingungen.

Regisseur

Für mich als Regisseur bedeuten die Simera-C-Objektive mehr kreative Freiheit durch ihre Mobilität – ich kann spontaner agieren und auch in beengten Räumen cinematographisch arbeiten. Die konsistente optische Charakteristik über alle Brennweiten hinweg gibt mir die Sicherheit, dass der visuelle Look meines Films einheitlich bleibt, egal welche Brennweite gerade zum Einsatz kommt.

Produzent

Die Thypoch Simera-C-Serie bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für Produktionen mit mittlerem Budget, die dennoch professionelle Cine-Qualität benötigen. Durch das geringere Gewicht reduzieren sich die Anforderungen an Stative und Support-Equipment, was sowohl die Ausrüstungskosten als auch die Transportlogistik vereinfacht.

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