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Photosonics 4C
Kamera · Kameras

Photosonics 4C

Murnau AI illustration
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Die klassische Photo-Sonics High-Speed-Filmkamera – 35mm bei bis zu 360 fps. Mit rotierendem Prismenkompensator wurde die 4C zum Hollywood-Standard für Film-Slow-Motion.

Was ist die Photo-Sonics 4C?

Die Photo-Sonics 4C ist eine 35mm-Film-High-Speed-Kamera aus den 1980er Jahren. Mit bis zu 360 Bildern pro Sekunde auf echtem Filmstock war sie jahrzehntelang der Hollywood-Standard für Slow-Motion – von Explosionen bis zu Stunts.

Technische Spezifikationen

EigenschaftWert
Format35mm (4-perf)
Max. fps360
Min. fps50
TransportKontinuierlich
KompensationRotierendes Prisma
SucherKein Reflex
Magazin120m / 300m
Gewicht~15 kg

Frame Rates

EinstellungfpsSlow-Down (bei 24)
Minimum50
Standard120
Maximum36015×

Das Rotationsprisma-Prinzip

Warum kontinuierlicher Transport?

Bei intermittierendem Transport (wie normale Kameras):

  • Film stoppt, belichtet, bewegt sich
  • Bei 360 fps: 360 Starts/Stopps pro Sekunde
  • Mechanischer Stress würde Film zerstören

Die 4C-Lösung

KONVENTIONELL: PHOTO-SONICS 4C:

Film stoppt → Belichtung Film läuft kontinuierlich
Film bewegt → Dunkelphase Prisma kompensiert Bewegung
 → Bild "schwebt" mit Film mit

Das rotierende Prisma gleicht die Filmbewegung optisch aus – das Bild bleibt stationär während der Belichtung.

4C vs. 4E

Eigenschaft4C4E
Max. fps360360
SucherNon-ReflexNon-Reflex (4ER: Reflex)
GenerationÄlterNeuer
MechanikBewährtVerbessert
VerfügbarkeitLimitiertEtwas besser

Der Filmverbrauch

Bei 360 fps

ZeitFilm verbrauchtRollen (300m)
1 Sek.5,5 m0,02
10 Sek.55 m0,18
1 Min.330 m1,1
5 Min.1.650 m5,5

Kostenrechnung (90er Jahre)

PostenPro 10 Sek.
Filmstock~150 €
Entwicklung~100 €
Telecine/Scan~200 €
Gesamt~450 €

Typische Anwendungen

Film-Produktionen

AnwendungTypische fps
Explosionen300–360
Glasbruch360
Wasserspritzer200–300
Stunts120–200
Pyrotechnik300–360

Werbung

ProduktAnwendung
AutomobileCrash-Tests
GetränkeSpritzer
KosmetikHaar-Bewegung
SportAction

Bedeutende Filme

FilmJahrSequenz
Die Hard1988Explosionen
Terminator 21991Truck-Crash
Lethal Weapon 31992Stunts
True Lies1994Harrier-Sequenz
Speed1994Bus-Explosion

Kamera-Setup

Standard-Konfiguration

KomponenteDetails
Body4C
Magazin300m (1.000 ft)
ObjektivSpezielle High-Speed-Linsen
MountMitchell (adaptierbar)
StativSchweres Industrie-Stativ

Lichtanforderungen

fpsErforderliche Blende (bei ASA 500)
120f/4 bei starkem Tageslicht
240f/2.8 bei starkem Tageslicht
360f/2 oder mehr Licht

Problem: Bei 360 fps ist die Belichtungszeit ~1/720 Sekunde – extremes Licht erforderlich.

Der Arbeitsablauf

Pre-Production

  1. Exakte Planung der fps
  2. Lichtberechnung
  3. Filmstock-Bestellung
  4. Backup-Material

Am Set

  1. Kamera ausrichten (kein Reflex!)
  2. Video-Assist für Framing
  3. Testbelichtung
  4. Aufnahme
  5. Sofortiges Magazin-Wechsel

Post-Production

  • Entwicklung
  • Telecine/Scan
  • Konformierung mit restlichem Material

Limitierungen

AspektHerausforderung
Kein ReflexFraming blind
LichtbedarfEnorm
KostenSehr hoch
GeräuschLaut
Setup-ZeitLang

Das Erbe

Für die High-Speed-Cinematography

  • Definierte den Standard
  • Bewies: 35mm bei 360 fps ist möglich
  • Grundlage für digitale Entwicklung

Der Look

Der charakteristische 35mm-Film-Look bei High-Speed – mit feinem Korn und organischen Farben – ist bis heute nicht vollständig digital reproduzierbar.

Heute

AspektDetails
StatusMuseum/Spezialisten
VerfügbarkeitSehr selten
Ersetzt durchPhantom Digital
SammlerwertHistorisch bedeutend

Warum noch relevant?

Für Film-Puristen und authentische Period-Produktionen bleibt die 4C das Referenzsystem für echte Film-High-Speed.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Die 4C war das Arbeitstier für High-Speed-Film. Kein Reflex-Sucher, aber zuverlässig bei 360 fps. Für Explosionen und Action war sie jahrzehntelang ohne Alternative.

Regisseur

Die 4C lieferte die Slow-Motion, die Hollywood definierte. Der Korn des 35mm-Films bei High-Speed hat eine Textur, die digital nicht reproduzierbar ist.

Produzent

Die 4C war ein Kostenfaktor – enorme Filmmengen, aber für bestimmte Shots unverzichtbar. Die Planung musste perfekt sein, denn jede Sekunde kostete ein Vermögen.

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