Sowjetisches Anamorphic-Cine-Zoom 37-140mm T4.1 (LOMO, 1970er) — eines der wenigen anamorphotischen Zooms ueberhaupt, mit ovalem Bokeh und ausgepraegtem Charakter.
Das LOMO Foton ist ein anamorphotisches Cine-Zoom mit 37-140mm bei T4.1, gefertigt vom sowjetischen LOMO-Werk in Leningrad in den 1970er Jahren. Anamorphotische Zooms sind selten — die Rechnung muss den Squeeze über den ganzen Brennweitenbereich konstant halten, was den Aufwand gegenüber einem sphärischen Zoom erheblich steigert.
Das Feld
Selten heißt nicht einzigartig. Angénieux führt gleich drei Optimo Anamorphic Zooms — 30-72mm und 56-152mm, beide bei T4.0 mit 2x Squeeze, dazu das lange 42-420mm. Cooke baut das Anamorphic/i 35-140mm, Hawk das V-Lite 45-90mm. Was das Foton heraushebt, ist nicht die Exklusivität, sondern das Alter: es ist die älteste dieser Optiken und die mit dem stärksten Eigencharakter.
Optischer Charakter
Einfachvergütung, wie für die Zeit typisch, 2x Squeeze, ovales Bokeh mit deutlicher Wirbeltendenz bei offener Blende. Die Flares sind charakteristisch horizontal und farbig, oft mit Magenta- und Grünanteilen. T4.1 ist nicht lichtstark — aber diese Begrenzung gehört zum Charakter und war beim Bau kein Versäumnis, sondern der Preis der Rechnung.
Bajonett und Service
Original ist der sowjetische OCT-19-Anschluss. Für moderne Produktionen läuft die Adaption entweder über einen OCT-19-auf-PL-Adapter oder über ein komplettes Rehousing, wie es P+S Technik oder Servicevision anbieten. Originale Exemplare halten vor allem osteuropäische Verleiher vor.
Preise
Marktbeobachtung, keine Herstellerangabe: originale Foton liegen bei etwa 250 bis 400 EUR Tagesmiete, rehousete Exemplare bei 600 bis 1.000 EUR. Ein Rehousing kostet im mittleren fünfstelligen Bereich.
Verwandte Begriffe
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