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Laowa Anamorphot
Kamera · Objektive

Laowa Anamorphot

Laowa Anamorphic
Murnau AI illustration
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Laowa-Anamorphot-Serie mit 1.33x-Quetschung, kostengünstige Alternative zu High-End-Anamorphot-Objektiven.

Technische Details

Die Serie umfasst Brennweiten von 25mm, 35mm, 50mm und 100mm für Vollformat-Sensoren, alle mit konstanter Blende f/2.8. Der 1,33x Squeeze-Faktor ist geringer als bei klassischen 2x-Anamorphen, ermöglicht aber die Nutzung mit 16:9-Sensoren für 2,4:1 Cinemascope-Format. Die Optiken verfügen über 13-15 Linsenelemente in 10-11 Gruppen, wiegen zwischen 650-1200g und besitzen einen Fokusbereich ab 0,28m (25mm) bis 0,85m (100mm). Die Filtergröße beträgt einheitlich 77mm, die Objektivlänge variiert zwischen 106-141mm je nach Brennweite.

Geschichte & Entwicklung

Venus Optics führte 2019 die ersten Laowa Anamorphots als kostengünstige Alternative zu etablierten Herstellern wie Cooke oder Zeiss ein. 2020 folgte die Erweiterung um die 35mm-Variante, 2021 kamen 50mm und 100mm hinzu. Als chinesischer Hersteller durchbrach Laowa die Preisbarriere im Anamorphic-Segment und machte diese Optiken für Independent-Produktionen zugänglich. 2022 wurde die Serie um den Nanomorph 27mm f/2.8 1,5x erweitert, der speziell für Super35-Sensoren optimiert wurde.

Praxiseinsatz im Film

Laowa Anamorphots werden primär in Low-Budget-Produktionen und Independent-Filmen eingesetzt, wo das Budget für teurere Anamorphic-Systeme fehlt. Typische Workflow-Integration erfolgt über Standard-PL- oder EF-Mount-Adapter an digitalen Kameras wie RED, BlackMagic oder Sony FX-Serie. Die Optiken erzeugen blaue horizontale Flares bei Lichtquellen und ovale Bokeh-Strukturen. Vorteil ist der günstige Einstieg in anamorphe Ästhetik; Nachteile sind höhere chromatische Aberration und geringere Schärfeleistung im Vergleich zu High-End-Anamorphics.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber klassischen 2x-Anamorphics von Cooke, Zeiss oder Hawk bieten Laowa-Optiken deutlich geringeren Squeeze-Faktor und moderateren Preis bei reduzierter optischer Performance. Sirui ebenfalls chinesischer Hersteller, bietet mit den 24mm, 35mm, 50mm und 75mm f/1.8 1,33x-Anamorphics direkte Konkurrenz mit lichtstärkerer Blende. Für Budgets unter 10.000€ pro Objektiv stellen Laowa Anamorphots die Eingangsklasse dar, während Productions mit höherem Budget zu bewährten Systemen wie Cooke Anamorphic/i oder Zeiss Anamorphics greifen.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze die Laowa Anamorphots für kleinere Produktionen, wo ich anamorphe Ästhetik mit begrenztem Budget realisieren muss. Die 1,33x-Kompression ist weniger dramatisch als klassische 2x-Systeme, aber die charakteristischen horizontalen Flares und ovalen Bokehs funktionieren gut für stilistische Akzente. Bei kritischen Szenen muss ich die chromatische Aberration in den Bildecken im Blick behalten.

Regisseur

Für mich bieten die Laowa-Optiken einen erschwinglichen Einstieg in die emotionale Wirkung anamorpher Bilder – die horizontalen Lichtstreifen verstärken nächtliche Stadtszenen perfekt. Der reduzierte Squeeze-Faktor wirkt weniger aufdringlich als extreme Anamorphics, passt also gut zu naturalistischen Erzählstilen. Ich kann meinem Film den Premium-Look verleihen, ohne das Budget zu sprengen.

Produzent

Mit Anschaffungskosten um 1.500€ pro Objektiv sind die Laowa Anamorphots eine Investition, die sich bereits nach wenigen Produktionen amortisiert. Gegenüber Mietkosten für Cooke-Anamorphics von 800€/Woche spare ich bei längeren Drehzeiten erheblich. Die kompakte Bauweise reduziert zudem Transportkosten und Kamera-Rig-Komplexität am Set.

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