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Great Joy Anamorphot
Kamera · Technik

Great Joy Anamorphot

Great Joy Anamorphic
Murnau AI illustration
great joy 1 8x front anamorphic anamorphic bokeh

Great Joy Anamorphot: Anamorphe Vorsatzlinsen für Smartphones — erzeugen 2.4:1-Format mit charakteristischen Lens-Flares.

Technische Details

Die Great Joy Anamorphic-Serie umfasst Brennweiten von 35mm bis 135mm mit durchgängiger T2.9-Blende und einem Nahfokus ab 0,8m. Das optische Design basiert auf einem 8-Element-Aufbau mit speziellen asphärischen Linsen und einer blauen Mehrschichtvergütung (Multi-Coating). Die Objektive wiegen zwischen 1,8kg (35mm) und 2,4kg (135mm), besitzen ein 82mm-Filtergewinde und einen einheitlichen Front-Durchmesser von 95mm für Matte Boxes. Die Fokus- und Blendenringe sind mit Standard-0,8-Modul-Zahnkränzen ausgestattet.

Geschichte & Entwicklung

Great Joy brachte die Anamorphic-Serie 2019 auf den Markt. 2021 folgte eine Full Frame-Version für große Sensoren, 2023 eine kompakte "Compact"-Variante mit reduziertem Gewicht.

Praxiseinsatz im Film

Die Objektive erzeugen blaue Lens Flares und benötigen präzisen Fokus-Pulling. Das Breathing liegt unter 3%. Einsatz hauptsächlich in Low-Budget- und Streaming-Produktionen.

Vergleich & Alternativen

Geringere mechanische Präzision als Sirui Anamorphic oder Atlas Orion, aber markantere optische Charakteristika. Niedrigere Abbildungsleistung als ARRI Master Anamorphic bei etwa 15% des Preises. DZOFilm Vespid Anamorphics bieten ähnliche Preisklasse mit neutralerer Farbwiedergabe.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze die Great Joy Anamorphics für ihre konsistenten Lens Flares und das cremige Bokeh, muss aber bei Gegenlicht aufpassen, da sie zu Streulicht neigen. Die einheitlichen Frontdurchmesser erleichtern den Objektivwechsel erheblich, auch wenn die Schärfe zu den Bildrändern hin merklich abnimmt.

Regisseur

Diese Objektive geben mir den gewünschten nostalgischen Look für Period Pieces oder emotionale Dramen, ohne das Budget zu sprengen. Die horizontalen Flares verstärken Lichtquellen dramatisch und schaffen automatisch eine cineastische Anmutung, die bei digitalen Aufnahmen oft fehlt.

Produzent

Mit 8.000 Euro pro Objektiv kosten Great Joy Anamorphics nur ein Zehntel von Cooke-Linsen und amortisieren sich bereits nach drei Produktionen. Das Gewicht erfordert zwar stabilere Kamera-Rigs, spart aber teure Mietkosten bei längeren Drehzeiten und macht anamorphotisches Drehen auch für kleinere Produktionen erschwinglich.

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