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grandMA
Licht · Begriffe

grandMA

Murnau AI illustration
15lb sandbag 20 c stand 216 diffusion 250 diffusion 251 diffusion 25lb sandbag 35lb sandbag 40 c stand

Professionelles Lichtmischpult von MA Lighting — Industriestandard für komplexe DMX-Steuerung bei Theater- und Filmproduktionen.

Technische Details

Die aktuelle grandMA3 verfügt über eine Quad-Core ARM Cortex-A72 CPU mit 4 GB RAM und 64 GB internem Speicher. Das System arbeitet mit einer Bildwiederholrate von bis zu 44 Hz für Medienserver-Inhalte und bietet 16 programmierbare Encoder sowie bis zu 90 motorisierte Fader. Die Konsole unterstützt Art-Net, sACN (E1.31), und MA-Net3 Protokolle für die Netzwerkverteilung. Touch-Displays mit 15,6 Zoll und einer Auflösung von 1920x1080 Pixeln ermöglichen die intuitive Bedienung komplexer Szenarien.

Das grandMA3 onPC-System erlaubt die vollständige Programmierung und Steuerung über Standard-Computer, wodurch auch mobile Setups oder Backup-Lösungen realisierbar werden.

Geschichte & Entwicklung

MA Lighting führte 1999 die erste grandMA ein, entwickelt von Gerhard Krude in Paderborn. Die grandMA2 folgte 2008 mit erheblich gesteigerter Rechenleistung und wurde schnell zum Quasi-Standard in Hollywoodproduktionen. 2018 erschien die grandMA3 mit komplett überarbeiteter Hardware-Architektur und erweiterten Medienserver-Funktionen. Die Serie etablierte sich durch ihre Zuverlässigkeit bei 24/7-Dauerbetrieb und die Rückwärtskompatibilität zwischen den Generationen.

Praxiseinsatz im Film

Bei "Blade Runner 2049" steuerte eine grandMA2 über 800 LED-Panels für die praktischen Beleuchtungseffekte in den Innenszenen. Für "The Mandalorian" koordiniert das System die 1.326 LED-Panels der StageCraft-Technologie in Echtzeit mit den Kamerabewegungen. Typische Workflows umfassen die Vorbereitung komplexer Lichtstimmungen als Cues, die präzise Synchronisation mit Kamerabewegungen über Timecode und die Integration von LED-Wänden als praktische Lichtquellen.

Der Vorteil liegt in der sub-frame-genauen Reproduzierbarkeit von Lichtszenarien zwischen Takes. Nachteilig sind die hohen Anschaffungskosten und der Bedarf an spezialisierten Bedienern.

Vergleich & Alternativen

Im Gegensatz zur ETC Eos-Serie fokussiert grandMA stärker auf bewegtes Licht und Medienserver-Integration, während ETC traditionell bei konventionellem Theaterlicht dominiert. Avolites Titan bietet ähnliche Funktionen zu niedrigeren Kosten, erreicht aber nicht die grandMA-Stabilität bei Großproduktionen. Für kleinere Produktionen genügen oft Chamsys MagicQ oder sogar Software-Lösungen wie Lightkey, während High-End-Produktionen weiterhin auf grandMA setzen.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Ich schätze die frame-genaue Synchronisation der grandMA mit meinen Kamerabewegungen – wenn ich einen 30-Sekunden-Schwenk durch eine Szene mache, wiederholt das System die exakt gleiche Lichtchoreographie in jedem Take. Die Integration mit LED-Walls als praktische Lichtquellen gibt mir natürliche Lichtstimmungen, die ich nicht mehr nachträglich korrigieren muss.

Regisseur

Die grandMA ermöglicht mir, Licht als dramaturgisches Element präzise zu choreographieren – ich kann emotionale Wendepunkte mit millisekundengenauen Lichtveränderungen unterstützen. Besonders bei LED-Volume-Stages kann ich die Lichtstimmung der virtuellen Umgebung nahtlos mit der praktischen Beleuchtung der Darsteller verbinden und so völlig neue visuelle Erzählformen entwickeln.

Produzent

Eine grandMA3 full-size kostet 180.000 Euro, aber die Zeitersparnis durch reproduzierbare Lichtstimmungen amortisiert sich bereits ab mittleren Budgets. Der Bedarf an zertifizierten Bedienern (Tagessatz 800-1.200 Euro) muss früh eingeplant werden, da nur etwa 50 Spezialisten in Deutschland verfügbar sind.

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