Motif de flare irrégulier et ondulé rappelant la lumière réfractée par l'eau, produit par des réflexions multiples entre les surfaces courbes des lentilles.
Caustic Flare beschreibt Flare-Muster, die nicht geometrisch sauber sind — keine Ringe, keine Polygone, sondern wellige, fast flüssige Lichttexturen, wie das Netz aus Lichtfäden am Boden eines Schwimmbeckens. Der Name kommt aus der Optik: Kaustiken sind die Brennflächen, auf denen sich gebrochene oder reflektierte Lichtstrahlen bündeln. Laufen Mehrfachreflexionen durch stark gekrümmte oder asphärische Linsenflächen, entstehen genau solche Bündelungen im Bild.
Charakter statt Fehler
In Testberichten und Flare-Bibliotheken gilt der Caustic Flare als Charaktermerkmal, nicht als Mangel. Er tritt vor allem bei Optiken mit ungewöhnlichen Rechnungen auf — Vintage-Zooms, umgebaute Projektionsoptiken, Serien mit handgeschliffenen Elementen. Zwei Exemplare derselben Serie können unterschiedliche Kaustiken zeigen; das macht den Effekt schwer reproduzierbar, aber unverwechselbar.
Einsatz am Set
Der Effekt braucht eine harte Quelle in Bildnähe und lebt von der Bewegung: schon kleine Änderungen des Einfallswinkels lassen die Struktur fließen. Das kann ein Bild organisch aufladen — oder es unruhig machen, wenn die Textur über ein Gesicht wandert. Wer die Kaustik gezielt einsetzt, blockt die Kamerabewegung so, dass die Struktur in ruhigen Bildpartien bleibt.
Tipps aus der Praxis
- Kaustiken sind exemplarabhängig — beim Objektiv-Test das konkrete Exemplar dokumentieren, nicht nur die Serie.
- Leichtes Abblenden verändert die Struktur stärker als beim klassischen Ghost — eine halbe Blende kann zwischen Textur und Matsch entscheiden.
- In VFX-Shots frühzeitig ansagen: eine echte Kaustik im Plate ist für Compositing aufwendiger als ein sauberer Ghost.
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Quiz
1. Was beschreibt „Kaustik-Flare" am besten?
2. Zu welchem Department gehört „Kaustik-Flare"?