Kameramann
Aus DoP-Perspektive ist dieses Element essentiell für die visuelle Gestaltung. Es ermöglicht mir die gewünschte Farbstimmung und das ästhetische Bild konsistent umzusetzen.
Vorsatzlinse für Scheinwerfer zur Verbreiterung des Lichtkegels — wandelt Spot-Licht in flächige Ausleuchtung um.
Als Flood Lens (deutsch: Flut- oder Streulinse) bezeichnet man in der Filmbeleuchtung eine austauschbare oder verstellbare Optik, die den Lichtkegel einer Leuchte aufweitet und so eine breite, gleichmäßige Flutung der Szene erzeugt. Sie ist das Gegenstück zur Spot-Linse, die den Strahl bündelt und verengt. Der Begriff bezeichnet keinen einzelnen Hersteller und kein bestimmtes Leuchtenmodell, sondern eine Optik-Klasse bzw. eine Funktion innerhalb eines Linsensystems.
Flood-Linsen treten in zwei Formen auf: als feste Wechsellinsen, die in eine Fassung gesteckt oder geschraubt werden (klassisch beim ETC Source Four PAR), und als Teil eines Linsensatzes bzw. Vorsatz-Systems für LED-Leuchten (z. B. Litepanels Nanoptic Lens Set). Bei Fresnel- und fokussierbaren LED-Scheinwerfern wird die Flood-Stellung dagegen nicht über eine Wechsellinse erreicht, sondern durch Verschieben von Lampe und Reflektor relativ zur Linse.
Flood-Optiken werden meist über standardisierte Kürzel unterschieden, die das Abstrahlverhalten (von eng/Spot bis weit/Flood) beschreiben. Beim verbreiteten ETC Source Four PAR sind unter anderem folgende Wechsellinsen üblich:
| Kürzel | Bezeichnung | Feldwinkel (ca.) | Strahlform |
|---|---|---|---|
| VNSP | Very Narrow Spot | 18° | rund |
| NSP | Narrow Spot | 19° | rund |
| MFL | Medium Flood | 32° x 23° | oval |
| WFL | Wide Flood | 48° x 31° | oval |
| XWFL | Extra Wide Flood | sehr weit | rund |
Beim ETC Source Four PAR erzeugen nur die Medium-Flood- (MFL) und Wide-Flood-Linsen (WFL) ein ovales Lichtfeld; die genaue Ausrichtung dieses ovalen Kegels lässt sich durch Drehen der Linse im Rahmen anpassen. Die engeren Linsen (VNSP, NSP) und die Extra-Wide-Flood-Linse (XWFL) liefern dagegen einen runden Strahl. Die konkreten Winkel hängen vom jeweiligen Linsensatz und der Leuchte ab und sollten dem Datenblatt des Herstellers entnommen werden.
Flood-Linsen werden eingesetzt, wenn eine Fläche breit und weich ausgeleuchtet werden soll, etwa für Hintergründe, Aufheller (Fill) oder eine flächige Grundhelligkeit. Je weiter die Linse streut, desto größer ist die ausgeleuchtete Fläche und desto geringer die punktuelle Lichtstärke (Beleuchtungsstärke in Lux) im Zentrum, da dieselbe Lichtmenge auf einen größeren Bereich verteilt wird. Umgekehrt liefern Spot-Linsen einen engeren, intensiveren Strahl für größere Reichweite oder gezielte Akzente.
Da sich die Lichtcharakteristik allein durch den Linsenwechsel verändert, ohne die Leuchte selbst auszutauschen, bieten Flood-Optiken dem Lichtteam ein flexibles Werkzeug, um eine vorhandene Leuchte schnell an unterschiedliche Anforderungen anzupassen.
Aus DoP-Perspektive ist dieses Element essentiell für die visuelle Gestaltung. Es ermöglicht mir die gewünschte Farbstimmung und das ästhetische Bild konsistent umzusetzen.
Diese professionelle Lösung erhöht die Produktionseffizienz und reduziert Post-Production-Anforderungen. Sie ermöglicht flexible, schnelle Anpassungen während des Drehs.
Als Gaffer ist dies ein unverzichtbares Werkzeug meines täglichen Handwerkszeugs. Es ermöglicht mir professionelle Lichtkontrolle und schnelle Anpassungen auf Set, was Zeit spart und Qualität sichert.
1. Was beschreibt „Flood-Linse" am besten?
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