Artefacto de flare con anillos o arcos de colores espectrales, causado por interferencia y difracción en los recubrimientos — típico de ópticas vintage con revestimiento simple.
Der Rainbow Flare ist das bunteste Mitglied der Flare-Familie: konzentrische Ringe oder Bögen, die das Spektrum von Rot bis Violett auffächern, meist um eine harte Lichtquelle im Bild oder knapp außerhalb davon. Physikalisch ist er ein Interferenz- und Beugungseffekt — Licht, das an den dünnen Vergütungsschichten der Linsenoberflächen reflektiert wird, überlagert sich wellenlängenabhängig und zerlegt sich dabei in seine Farben.
Warum Vintage-Glas ihn liebt
Moderne Mehrschichtvergütungen sind darauf gezüchtet, genau diese Reflexionen zu unterdrücken. Einfach vergütete oder unvergütete Optiken aus den 1960ern bis 1980ern lassen dagegen genug Restreflexion durch, dass sich die Interferenzmuster im Bild zeigen. Deshalb taucht der Rainbow Flare in Flare-Tests fast nur bei Vintage-Serien und deren modernen Nachbauten auf — bei klinisch vergütetem Neuglas sucht man ihn vergeblich.
Einsatz am Set
Provoziert wird er wie jeder Flare: harte, punktförmige Lichtquelle, flacher Einfallswinkel, Blende eher offen. Die Farbringe wandern mit der Position der Lichtquelle — kleine Schwenks verändern das Muster deutlich, was bei bewegter Kamera schnell unruhig wirkt. Wer den Effekt gezielt will, arbeitet mit einer fixen Quelle im Anschnitt und probiert den Winkel am Monitor aus.
Tipps aus der Praxis
- Der Effekt hängt an der Vergütung, nicht an der Brennweite — innerhalb einer Serie flaren die Brennweiten aber unterschiedlich stark. Vorher testen.
- Ein Matte-Box-Wing zu viel und der Flare ist weg. Wer ihn will, lässt die Streulichtblende bewusst offen.
- In der Post ist ein echter Rainbow Flare kaum sauber zu entfernen — die Entscheidung fällt am Set, nicht im Grading.
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Cuestionario
1. Was beschreibt „Regenbogen-Flare" am besten?
2. Zu welchem Department gehört „Regenbogen-Flare"?