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DJI Ronin 2
Kamera · Equipment

DJI Ronin 2

Murnau AI illustration
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Profi-Gimbal von DJI für Kameras bis 13,6 kg — unterstützt Cinema-Kameras wie RED EPIC oder ARRI ALEXA Mini.

Technische Details

Das Ronin 2 wiegt 4,5 kg und unterstützt Kameras von 1,8 bis 13,6 kg Gewicht. Die drei bürstenlosen Motoren (Tilt: 22 Nm, Roll: 22 Nm, Pan: 30 Nm Drehmoment) arbeiten mit 32-Bit ARM-Prozessoren und erreichen eine Stabilisierungsgenauigkeit von ±0,02°. Das System verfügt über Dual-IMU-Redundanz und einen internen Akku mit 2,5 Stunden Laufzeit bei 98 Wh Kapazität. GPS-Modul und eingebauter SSD-Recorder (1,8" SATA) für Proxies ergänzen die Ausstattung. Die Datenübertragung erfolgt über CAN-Bus-Protokoll mit einer Latenz unter 10 ms.

Geschichte & Entwicklung

DJI entwickelte das Ronin 2 als Nachfolger des ursprünglichen Ronin aus 2014, der als erstes bezahlbares Profi-Gimbal galt. Die 2017 eingeführte zweite Generation adressierte die Kritikpunkte des Vorgängers: höhere Nutzlast, bessere Motorleistung und robustere Konstruktion. 2019 folgte das Ronin 2S mit verbesserter Akkutechnologie. Das System etablierte DJI endgültig im Hollywood-Segment, nachdem das Unternehmen primär für Consumer-Drohnen bekannt war.

Praxiseinsatz im Film

Marvel Productions setzte das Ronin 2 für die Verfolgungsszenen in "Black Panther" (2018) ein, um fließende Handheld-Aufnahmen ohne Post-Stabilisierung zu erzielen. Bei "1917" (2019) ermöglichte das System die scheinbar endlosen Steadicam-Fahrten durch die Schützengräben. Das Gimbal arbeitet in drei Modi: Standard (volle Stabilisierung), Sport (reduzierte Dämpfung) und FPV (First Person View mit Roll-Bewegungen). Typischer Workflow umfasst Kalibrierung, Gewichtsausbalancierung und Feintuning der Motorstärke über die DJI Assistant-Software.

Vergleich & Alternativen

Hauptkonkurrenten sind das MōVI Pro (Freefly Systems) mit 6,8 kg Nutzlast und das Steadicam Volt mit mechanisch-elektronischer Hybridstabilisierung. Das neuere DJI RS 3 Pro (2022) bietet ähnliche Performance bei geringerem Gewicht (1,8 kg), jedoch nur 4,5 kg Nutzlast. Für Ultra-Heavy-Setups über 15 kg greifen Productions zum MōVI XL oder mechanischen Steadicam-Systemen. Das Ronin 2 bleibt Standard für Red Epic-, Alexa Mini- und Sony FX-Konfigurationen im mittleren Gewichtsbereich.

Aus den Gewerken

Perspektiven

Kameramann

Das Ronin 2 gibt mir die Freiheit für organische Kamerabewegungen ohne Schienen-Setup, aber ich muss die Akkustandzeiten genau im Blick behalten. Die Motorgeräusche sind bei Dialogszenen problematisch, weshalb ich oft auf externe Rekorder ausweiche. Bei schweren Anamorphic-Setups an der RED stößt die 13,6kg-Grenze schnell an ihre Grenzen.

Regisseur

Ich nutze das Ronin 2 für subjektive Sequenzen und Verfolgungsfahrten, wo Steadicam zu träge wäre – die spontanen Richtungswechsel und vertikalen Bewegungen eröffnen völlig neue narrative Möglichkeiten. Besonders bei Actionszenen kann ich näher an die Darsteller heran, ohne dass die Kamera zum störenden Element wird. Die flüssigen Übergänge zwischen statischen und bewegten Einstellungen helfen mir beim visuellen Storytelling erheblich.

Produzent

Das Ronin 2 spart mir täglich 2-3 Stunden Setup-Zeit gegenüber Dolly-Fahrten und reduziert mein Grip-Team um zwei Positionen pro Drehtag. Bei 2.500€ Anschaffung plus 150€ täglicher Operator-Schulung rechnet sich das Investment bereits nach zehn Drehtagen. Allerdings muss ich Backup-Akkus und wettergeschützte Lagerung einkalkulieren, da die Elektronik anfälliger als mechanische Systeme ist.

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